Greenglass House

Autor*in
Milford, Kate
ISBN
978-3-7725-2780-7
Übersetzer*in
Ernst, Alexandra
Ori. Sprache
Amerikanisch
Illustrator*in
Zollars, Jaime
Seitenanzahl
443
Verlag
Freies Geistesleben
Gattung
Buch (gebunden)Erzählung/RomanKrimi
Ort
Stuttgart
Jahr
2016
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
20,00 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Teaser

Greenglass House ist nicht irgendein Gasthaus. Es hat im Laufe der Jahre viele Schmuggler beherbergt und ist nur per Standseilbahn zu erreichen. Warum kommen dort mitten im Winter lauter seltsame Gäste an? Milo, der Adoptivsohn der Pines, die das Gasthaus führen, glaubt nicht an einen Zufall.

Beurteilungstext

„Schmuggler waren wie Käfer oder Gemüse. Jeder hatte seine eigene Jahreszeit“, weiß Milo und wundert sich, dass im Schmuggelhotel Greenglass House in der sonst ruhigen Weihnachtswoche immer mehr Gäste anreisen. Als die Diebstähle beginnen, muss Milo handeln.

Ein ungewöhnliches und originelles Buch, das sich schwer auf ein Genre festlegen lässt. Ein Kinderkrimi mit vielen Spuren in die Vergangenheit, in dem das Thema Adoption eine Rolle spielt, mit Mystery- und Fantasyelementen? Die Illustrationen von Jaime Zollars verraten häufig etwas von der folgenden Handlung.

Die aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers erzählte Handlung folgt immer dem Protagonisten, so dass wir Lesende nie mehr wissen, als Milo selbst. Durch die detaillierten Beschreibungen wirken zumindest die ersten beiden Drittel des Buches nicht spannend.
Kate Milford schreibt sehr anschaulich und atmosphärisch. Sie beschreibt eine gemütliche Weihnachtszeit mit Kälte, Schnee und Eis. Fast können die Lesenden das Kaminfeuer riechen oder die heiße Schokolade schmecken.

Vieles in dem Buch wirkt charmant skurril:
So ist Greenglass House ein skurriler Ort, das Haus eines toten Schmugglers, mit Buntglasfenstern, dem Aufzug Whilforder Wirbelwind und knarrenden Treppen. Sehr schwer zugänglich, ein Haus voller Schätze, Rätsel, Symbole und Erinnerungsstücke. Viele geheimnisvolle Dinge aus dem alten Haus haben eine enge Verbindung zu den Gästen. Gäste, die ihrerseits skurriler nicht sein könnten. Diebe, Schmuggler, ein Glasspezialist, ein Geist und ein Zollbeamter.

Milo sucht und findet viele gestohlene Gegenstände. In diese Rahmenhandlung sind zahlreiche Geschichten der Gäste und Geschichten aus dem Buch „Kamingeschichten“ eingeflochten. Kein Gast ist das, was er oder sie behauptet zu sein. Daneben ist Milo als Negret noch in ein Rollenspiel eingebunden. Das macht einen Überblick über die originellen Charaktere zum Teil schwierig.

Milo ist ein Kind chinesischer biologischer Eltern und adoptiert. Im Verlauf der Handlung ist er immer wieder auf der Suche nach seinen Wurzeln. Milo deckt viele Geheimnisse auf, das Rätsel seiner Herkunft wird jedoch nicht gelöst, denn es gibt in der Originalsprache eine Fortsetzung: Ghosts of Greenglass House.

Kate Milford wurde für Greenglass House mit dem Edgar Allan Poe Preis in der Kategorie Kinderbuch ausgezeichnet.

Das in weiß-grün gehaltene Cover ist das englische Originalcover und erinnert an das Buch Winterhaus von Ben Guterson, in dem auch um Geheimnisse, ein Hotel und unbekannte Eltern geht.

Mit 443 Seiten ist das Buch für Kinder ab 10 Jahren ziemlich lang. Zu Beginn wirkt es nicht sehr spannend und es ist nicht einfach, den vielen Personen und Geschichten zu folgen. Empfehlenswert für geübte Leseratten.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von est; Landesstelle: 15 Hamburg.
Veröffentlich am 28.11.2021

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