Frohe Weihnachten, Zwiebelchen!
- Autor*in
- Nilsson, Frida
- ISBN
- 978-3-8369-5860-8
- Übersetzer*in
- Buchinger, Friederike
- Ori. Sprache
- Schwedisch
- Illustrator*in
- Kuhl, Anke
- Seitenanzahl
- 122
- Verlag
- Gerstenberg
- Gattung
- –
- Ort
- Hildesheim
- Jahr
- 2015
- Preis
- 12,95 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Was macht eine vollständige Familie aus? Und was macht einen guten Vater aus? Stig findet in den 24 Tagen bis Weihnachten Antworten. Eine weitere sensible und humorvolle Geschichte aus der schwedischen Autorenwerkstatt Nilsson.
Beurteilungstext
Wie stellt man sich seinen Papa vor, wenn man ihn noch nie gesehen hat?
Für Stig ist das ganz klar: sein Papa ist schick, mit Mundwinkeln, die nach oben zeigen, mit blonden Haaren und haarigen Schultern. Und er wohnt in einer langen Straße in Stockholm.
Bald ist Weihnachten und Stig, der von seiner Mutter Zwiebelchen genannt wird, wünscht sich ein Fahrrad. Aber mindestens genauso doll wünscht er sich, einen Papa zu haben wie die anderen Kinder in seiner Klasse. Doch seine Mutter weigert sich, mit ihm nach Stockholm zu fahren, um nach seinem Vater zu suchen. Dann muss er sich eben allein auf den Weg machen!
Doch bis Stockholm ist es ganz schön weit, und noch weiter, wenn es Dezember ist und sehr kalt. Als er von Karl, dem kauzigen, aber eigentlich ganz netten Mann mit den freundlichen Hühnern, aufgesammelt wird, beginnt Zwiebelchen darüber nachzudenken, ob er wirklich einen Papa braucht. Und wenn ja, ob es der aus Stockholm sein muss.
Für Zwiebelchen wird es schließlich ein frohes Weihnachtsfest. Auch, weil Karl dabei ist, der zwar überhaupt nicht wie ein Papa aussieht, aber immerhin haarige Schultern hat.
Wenn auch vom Verlag nicht als solche benannt, lässt sich die Erzählung der bekannten Kinderbuchautorin Frida Nilsson als Adventskalendergeschichte vorlesen und lesen: im ersten Kapitel freut sich Zwiebelchen, dass seine Mutter den Adventsstern aufgehängt hat, weil er dann weiß, dass in 24 Tagen Weihnachten ist. Das 24. Kapitel erzählt vom Heiligen Abend und im letzten Kapitel, besucht Zwiebelchen Karl zuhause.
Sensibel leuchtet Frida Nilsson die Gefühlswelt des Grundschülers aus, der von seinen Klassenkameraden immer wieder – teilweise auf verletzende Weise – nach seinem Papa gefragt wird und regt junge Leser dazu an darüber nachzudenken, was Familie ausmacht.
Die Erzählung wurde sparsam in schwarz-weiß illustriert von Anke Kuhl, die schon Nilssons Hedvig!-Geschichten illustriert hat.
Ein Buch, das sich zu anderen Weihnachtswundergeschichten gesellt, aber mit dem Blick in die Psyche des Jungen herausragt.