Frankenfrosch lebt!

Autor*in
Gorny, Nicolas
ISBN
978-3-96594-032-1
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Beck, Benedikt
Seitenanzahl
96
Verlag
Südpol
Gattung
Buch (gebunden)ErstlesebuchKrimi
Ort
-
Jahr
2020
Lesealter
6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
9,90 €
Bewertung
empfehlenswert

Teaser

Wenig begeistert macht sich Derek Schlotter auf seinen ersten Kontrollgang durch die Heiner-Lauterkrach-Schule. Die Direktorin hat ausgerechnet ihn zur ersten Pausenaufsicht bestimmt. Als ein schauriges Röcheln aus dem Schulkeller an seine Ohren dringt, ist Dereks detektivische Neugier geweckt.

Beurteilungstext

Derek schleicht in den Keller, entdeckt ein geheimes Labor und den Hausmeister Frankenkiesel, der nichts Gutes im Sinn hat. Derek erkennt sofort, dass er gemeinsam mit seinem Freund Mesut und dem Hund Rufus handeln muss, um die bösen Machenschaften Frankenkiesels zu unterbinden.
Warnhinweis: Diese Geschichte kann Spuren von Wachstumssirup enthalten!

"Frankenfrosch lebt" ist der dritte Fall der Buchserie: „Die schaurigen Fälle des Derek Schlotter“, die vom Autor Nicolas Gorny ersonnen wurde. Nikolas Gorny, der als Kind Superheld werden wollte, aber aus Mangel an Superfähigkeiten dann doch Schriftsteller und Kinderbuchillustrator geworden ist, hat sich mit Derek Schlotter ein Alter Ego geschaffen, das sich stellvertretend für Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Umweltschutz, kurz, für das Gute stark macht und dabei von seinem Freund Mesut Yilmaz, ihm wird die Rolle des besonnenen Mahners zugeschrieben, und seinem Hund Rufus unterstützt wird. Das Trio erlebt teils witzige, teils schaurige und dabei sehr spannende Situationen, die in zehn Episoden gut verständlich erzählt werden.

Der Hausmeister Frankenkiesel erfindet ein Wachstumssirup, das er an einem Frosch ausprobiert. Dieser Frosch mutiert zum Riesenfrosch, dem Frankenfrosch, der als Bestie stigmatisiert wird, sich aber als überdimensionales Kuscheltier erweist. Ein Tier, das nicht die Gefangenschaft oder gar den Tod verdient hat, sondern in die Freiheit, in ein abgelegenes Biotop, entlassen wird. Große Buchstaben, kurze Episoden machen es Erstlesern leicht, sich auf den Text zu konzentrieren ohne überfordert zu werden.

Getragen wird das Buch auch von den Schwarz-Weiß-Zeichnungen des Illustrators, Cartoonisten und Comicautors Benedikt Beck. Allein der Buchdeckel ist farbig illustriert und gibt schon einige Hinweise auf die Geschichte um den Frankenfrosch. Die comicartigen Bilder veranschaulichen den Inhalt, und da sie ziemlich witzig daher kommen, erleichtern sie das Gruseln. Dieser Effekt kommt nicht von ungefähr, denn nach Becks eigener Aussage, ist die Vermischung von traurigen und düsteren Themen mit Humor eine Haupteigenschaft seiner Comics.

Das witzige, spannende Buch ist empfehlenswert. Zu vermuten ist, dass sich Fans sicherlich auf weitere schaurige Fälle des Derek Schlotter freuen dürfen. Und vielleicht sind sie genauso wie ich daran interessiert zu erfahren, was aus dem Riesenfrosch geworden ist.

Zwei Anmerkungen noch:
1. Der Südpol Verlag empfiehlt das Buch als Lesespaß für Väter und Söhne. Mütter und Töchter könnten doch auch ihren Spaß daran haben?
2. Die verbalen Anspielungen auf Derrick, Frankenstein oder Heiner Lauterbach sind für Erstleser nicht zu erkennen. Der Sinn ihres Gebrauchs konnte sich mir nicht offenbaren. Kreative Neuschöpfungen hätten mich erfreut. So sieht es ein wenig nach Trittbrettfahren aus.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von HiB; Landesstelle: 18 Niedersachsen.
Veröffentlich am 01.04.2021

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