Fanny ist die Beste

Autor*in
Ohlsson, Sara
ISBN
978-3-89565-397-1
Übersetzer*in
Buchinger, Friederike
Ori. Sprache
Schwedisch
Illustrator*in
Bauer, Jutta
Seitenanzahl
109
Verlag
Moritz
Gattung
Buch (gebunden)Erstlesebuch
Ort
Frankfurt
Jahr
2020
Lesealter
6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
10,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

Ein aufregender Tag für Fanny: Wettkampftag. Sie tritt gegen ihre Mutter an - kann das gut gehen?

Beurteilungstext

Fanny lebt mit ihrer Mutter in einer Wohnung, die Oma im Haus nebenan. Drei Frauen, die zusammen eine Familie bilden - ein interessantes Setting, das das Normfamilienbild ein wenig aufhebt. Und manchmal, da ist Wettkampftag: Fanny gegen ihre Mutter, Oma ist Schiedsrichterin. Jede darf drei Wettbewerbe vorschlagen. Los geht es mit Balancieren - 1:0 für Fanny, auch wenn Oma ein wenig getrickst hat. Weiter: Rückwärtsgehen, Elfmeterschießen, Stillsein, Turm bauen und Sachen schmecken. Eben Wettbewerbe, die auch für Kindergeburtstage geeignet sind. Spannend bleibt es natürlich, denn die Türme sind gleich hoch und so steht es vor der letzten Runde 2,5 Punkte zu 2,5 Punkte. Am Ende gewinnt natürlich Fanny.

Zu Beginn werden die Personen eingeführt - etwas eigenartige Charaktere, aber sympathisch. Und zwischendurch wird noch der Hund der Nachbarin gerettet. So ist dieses Buch sicherlich kein super spannender Krimi, aber durch den Witz und die Marotten der Personen lesenswert. Durch die interne Fokalisierung ist Fannys Erleben, ihre Sicht auf die Anderen und die Welt gut nachvollziehbar, ja, dadurch wird geradezu mancher Witz erst möglich.

Die Zeichnungen von Jutta Bauer zeigen pointiert zentrale Momente und unterstreichen mit wenigen Strichen die Gefühle der dargestellten Personen.

Der sprachliche und lesetechnische Anspruch dieses Buches erfordert, dass Kinder schon erste Bucherfahrungen haben. Dennoch nehmen Sprache und Form Rücksicht auf die Bedürfnisse von Leseanfänger*innen. Hier ist die Leistung der Übersetzerin Friederike Buchinger hervorzuheben, denn es ist ihr gelungen, nicht nur die Geschichte angemessen ins Deutsche zu übertragen, sondern auch auf sprachliche Einfachheit im Sinne Maria Lypps zu achten.

Insgesamt also ein lesenswertes Buch!

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Christoph Jantzen; Landesstelle: Hamburg.
Veröffentlicht am 04.09.2020

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