Elisabeth von Thüringen und das Wunder der Rosen

Autor*in
Jooß, Erich
ISBN
978-3-451-29363-4
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Faust, Steffen
Seitenanzahl
28
Verlag
Herder
Gattung
BilderbuchSachliteratur
Ort
Freiburg
Jahr
2007
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
12,90 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Das Leben und Wirken der heiligen Elisabeth von Thüringen

Beurteilungstext

Erich Jooß hat in seinem ansprechenden Bilderbuch die einzelnen Sagen- und Legendenzweige über Elisabeth von Thüringen (auch nach ihrer Herkunft Elisabeth von Ungarn genannt) zu einer zusammenhängenden Geschichte verbunden und in kindgemäßer Art nacherzählt. Elisabeth ist den meisten durch die Erzählung bekannt, in der sich das Brot für Armen in ihrem Korn in Rosen verwandelt, als sie von ihrem feindlich gesonnenen Schwager gestellt wird.
Jooß hat aber viel mehr an Material zusammengetragen. Er beginnt mit der Kindheit der Elisabeth, die schon sehr früh ihrem zukünftigen Mann versprochen und auf dessen Landsitz (zu seiner Frau) erzogen wurde, bevor sie ihn im Alter von 14 Jahren heiratete. Im Gegensatz zu den anderen Adeligen lebte sie ganz im Sinne der Askese und widmete sich lieber der Wohltätigkeit als dem Leben in Luxus. Als ihr Mann auf einem Kreuzzug ums Leben kam, wurde sie samt ihren drei Kindern vertrieben und fand Zuflucht beim Bischof von Bamberg. Später trat sie in festem Glauben den Franziskanerinnen bei und kümmerte sich weiterhin hingebungsvoll und aufopfernd um die Armen und Kranken. Elisabeth starb mit nur 24 Jahren im Jahr 1231 und wurde schon 4 Jahre nach ihrem Tod von Papst Gregor heiliggesprochen.
Dies ist in etwa die Geschichte, die Jooß erzählt, mit vielen einzelnen Episoden verbunden. In den Mittelpunkt stellt er ihre Taten, ihre Mitmenschlichkeit und Großherzigkeit gegenüber den Ärmsten der Gesellschaft und den Kranken.
Steffen Faust hat das Geschehen in seinen einzelnen Episoden zeichnerisch eingefangen, in ganzseitigen Bildern oder kleinen, in den Text integrierten Szenen. Dabei hat er sorgfältig zu der infrage kommenden Zeit recherchiert, denn er lässt das Leben und Treiben des frühen 13. Jahrhunderts lebendig werden, unter Beachtung der historischen Gegebenheiten wie die Ausgestaltung von Kloster und Burg, von Ställen und Trinkstuben, auch wenn dieser Hintergrund immer zurücktritt hinter den Menschen.
Ein sehr informatives Bilderbuch, ansprechend aufbereitet. Noch in der Grundschule im Religionsunterricht einsetzbar.

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Diese Rezension wurde verfasst von avn.
Veröffentlich am 01.01.2010

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