Elefin

Autor*in
Longridge, Elisabeth
ISBN
978-3-7725-3177-4
Übersetzer*in
Brauner, Anne
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Longridge, Elisabeth
Seitenanzahl
40
Verlag
Freies Geistesleben
Gattung
BilderbuchBuch (gebunden)
Ort
Stuttgart
Jahr
2024
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
BüchereiVorlesen
Preis
16,00 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Elefin unternimmt mit erwachsenen Elefanten eine lange Wanderung zum Familientreffen am Wasserloch. Dort soll er seine Verwandten mit einem lauten Tröten begrüßen. Doch leider kommt nur ein jämmerliches Geräusch. Hat Elefin das Tröten verlernt?

Beurteilungstext

Die Illustrationen der ersten Doppelseite zeigen dem/der Leser/Leserin das Setting dieses Buches und beschreiben es mit einem "glühend heißen, staubtrockenen Tag in der Savanne". Elefin, der kleine Elefant, erreicht mit einem Elternteil das Wasserloch, an dem die Herde auf die beiden wartet und sich auf den Besuch sehr freut. Die teils Nass in Nass als Aquarell gemalte Savanne zeigt die Tiere, drei Elefanten, einige Giraffen und Zebras, sehr präzise umrissen. Die Elefanten begrüßen auf der nächsten Doppelseite Elefin sehr freudig mit Töröö! Das Elternteil, das Elefin begleitet hat, fehlt auf diesem Bild. Der kleine Elefant ist sehr aufgeregt und wird dazu aufgefordert, zu antworten. Er versagt kläglich.

Elefin verlässt die Herde allein und möchte lernen, wie man richtig trötet. An dieser Stelle wird das Tröten mit "sagen" gleich gesetzt und Elefin meint, er hätte vergessen, wie das Tröten geht. Auf der Suche nach Inspiration trifft er auf das Krokodil, das ihm Schweigen und Übung empfiehlt, die Giraffe schwört auf Konzentration und der Löwe pflegt seine goldene Mähne täglich. Elefin probiert immer wieder zu tröten und verzweifelt an der Peinlichkeit, dass er sich nicht erinnern kann, wie das Tröten geht.

Da taucht der prächtigste Vogel der Welt auf. Er bringt nicht nur optisch Neues, sondern auch Veränderung im Text: Er reimt und spricht französisch. Elefin fragt, ob er "sein" Wort auch kennt. Hier ist nicht eindeutig, was mit "mein Wort" gemeint ist. Es bezieht sich wohl auf das Tröten, das Elefin zum Sprechen mit den anderen Elefanten braucht. Der prächtigste Vogel gibt nun gereimte Anweisungen, wie Elefin zum richtigen Tröten kommt. Er fordert, dass Elefin Reime sucht und dass er "tanze zum fließenden Sprachfluss". Das funktioniert, der kleine Elefant kehrt zurück zu seiner Herde und kann nun tröten wie die anderen.

Elefin muss in diesem Buch schon einiges aushalten. Es wird kein Mitgefühl gegenüber einem kleinen Elefanten gezeigt, der etwas noch nicht richtig kann, sondern das Entsetzen. Was für ein Begriff in diesem Zusammenhang!

Die Altersangabe des Buches ist mit 4-8 Jahren angegeben. Für kleine Kinder sind die Texte nur mit Erklärung zu verstehen (z.B. tröten = sprechen oder auch die plötzliche Variante mit den Reimen). Die französischen Worte passen in den Umgang mit Sprachen, die die Waldorfschulen pflegen. Fremdsprachen werden hier über Gehör eingeführt, um ein Gefühl für andere Sprachen zu entwickeln. In diesem Kontext bedürfen Kinder der Hilfe einer vorlesenden Person.

Die Illustrationen sind sehr schön, farblich weich und ansprechend. Die Emotionen der Figuren werden allerdings überwiegend durch die Texte transportiert; zum Beispiel haben alle Elefanten die gleichen starren Augen, lediglich ihre Körperhaltung verrät etwas über ihre Emotion, so dass auch hier Erläuterungen beim Vorlesen ergänzt werden sollten.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von MC; Landesstelle: Hessen.
Veröffentlicht am 19.01.2026

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