Eisvogelsommer

Autor*in
Leeuw, de
ISBN
978-3-8369-5841-7
Übersetzer*in
Erdorf, Rolf
Ori. Sprache
Niederländisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
24
Verlag
Gerstenberg
Gattung
Ort
Hildesheim
Jahr
2016
Lesealter
16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
12,99 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Thomas ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und berichtet aus seiner Perspektive darüber, wie seine Eltern, sein Großvater und seine Freundin mit seinem Tod und dem Leben danach umgehen.

Beurteilungstext

Aus dem Jenseits erzählt Thomas wie er sich unsterblich in Orphee verliebt hat und wie sie jetzt, nach seinem Tod mit der Trauer und dem Verlust umgeht. Die Erzählperspektive wechselt übergangslos zwischen dem Erinnern an früher und Dialogen oder man könnte es besser als Gedankenaustausch bezeichnen, die im Hier und Jetzt stattfinden. Mal wird Orphee und die Situation, in der sie sich gerade befindet, beschrieben und plötzlich wechselt die Ebene und die beiden unterhalten sich. Die ist für den Leser nicht immer einleuchtend und zum Teil sogar verwirrend.
Trauer und Schuldgefühle wechseln sich bei Orphee ab und als sie sich dann allmählich öffnet und in Bram, dem besten Freund von Thomas, einen zugewandten Zuhörer findet, entwickeln sich bei Thomas Eifersuchtsgefühle und er versucht immer mehr sich in Erinnerung zu halten.
Die Beziehung der Eltern steht kurz vor einer Scheidung und die Mutter will mit aller Kraft, die Erinnerung an ihren Sohn festhalten. Sie versucht das Zimmer, in dem Zustand zu belassen, als es noch von Thomas bewohnt wurde, wäscht seine Kleidungsstücke nicht, um den Geruch zu konservieren und meint Thomas zu sehen oder seine Stimme gehört zu haben. Auch mit ihr finden Gespräche mit dem verstorbenen Sohn statt.
Als letztes sei noch der Großvater zu nennen, mit dem es einen unaufgearbeiteten Konflikt zwischen Vater und Tochter gibt und für den der Enkelsohn, die einzige Verbindung zur Tochter darstellt. Er ist gebrechlich und altersverwirrt und seine Gedanken pendeln zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Eine Besonderheit dieses Großvaters sind die Geschichten, die er zu erzählen weiß und mit denen er Zeit seines Lebens verschlüsselte Botschaften übermitteln wollte. Diese sind zum Teil sehr langatmig und beeinträchtigen den Lesefluss, der durch die häufig wechselnden Perspektiven nicht einfach zu halten ist und zum Teil sehr konstruiert erscheint.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von GB.
Veröffentlicht am 01.04.2016

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