Ein magischer Pferdesommer

Autor*in
Margraf, Miriam
ISBN
978-3-401-45309-5
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
254
Verlag
Ensslin (Arena)
Gattung
Ort
Würzburg
Jahr
2007
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
12,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

An der Küste Cornwalls reitet Samantha täglich mit den Pferden aus; vor allem liebt sie das Pferd ihres tödlich verunglückten Bruders. Doch eines Tages macht ein Mann der Mutter ein Angebot: Er will gerade dieses Pferd haben und es als Rennpferd auf Sieg trainieren lassen. Eine folgenschwere Begegnung, nicht nur für Samantha ...

Beurteilungstext

Der Titel verspricht zunächst einen der gängigen Pferderomane mit den typischen Problemen und Charakteren des Genres - aber der Leser oder besser: die Leserin wir schnell eines Besseren belehrt. Das liegt nicht nur daran, dass die Geschichte im Herzen Cornwalls sind, auch wen die Passagen mit den Landes und Landschaftsbeschreibungen durchaus prägend sind und hin und wieder auch ein Schuss Romantik zum Tragen kommt. Vor allem sind es die Menschen, die in diesem Roman so überzeugen, und keine der Personen hat etwas mit den üblichen Klischee gemein.
In Samantha, der Hauptfigur, gelingt Miriam Margraf das sensible Mädchenporträt einer Heranwachsenden, die immer noch um den Bruder trauert, der tödlich verunglückt ist. In den Pferden, allen voran in seinem ehemaligen Pferd, findet sie nur manchmal Trost und lebt dann in Erinnerung an vergangene unbeschwerte Tage. Bis eines Tages jemand auftaucht und ausgerechnet dieses Pferd haben will, weil es dessen Anlagen und Talente erkannt hat.
Es ist der Tag, der Samanthas Leben und das der Mutter grundlegend ändern wird. Er beginnt eine Serie von Ereignissen, in der sich die Handlungsträger eng verweben durch einzelne Personen, deren Beziehungsgeflecht erst am Ende aufgedeckt wird, als Vergangenheit und Gegenwart sich mehr und mehr annähern. Die Geschichte ist ausgesprochen spannend aufgebaut und erzählt, und wenn auch der Leser glaubt, hin und wieder der Wahrheit des geheimnisvollen Geschehen auf die Spur gekommen zu sein, so bleibt dieses doch bis zum Schluss rätselhaft und man darf mit den Personen fiebern und auf einen glücklichen Ausgang hoffen, von dem man sich bei der Gesamtkonstellation kaum vorstellen kann, wie er aussehen soll.
Natürlich spielen Pferde eine bedeutende Rolle, aber eben nicht die damit so gern verbundenen "Reiterhofprobleme" mit der üblichen Personengalerie. In diesem Buch dreht es sich um reale Menschen, die ganz anderen, zutiefst menschlichen Problemen gegenüberstehen, an denen sie zu scheitern drohen.
Ein eindrucksvoller Adoleszenzroman, der sich mit Erzählmotiven verbindet, die das Lesen erleichtern oder für viele noch attraktiver erscheinen lassen.

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Diese Rezension wurde verfasst von avn.
Veröffentlich am 01.01.2010

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