Ein Eigenheim für Räuber Grapsch

Autor*in
Pausewang, Gudrun
ISBN
978-3-8337-1839-7
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
Verlag
Jumbo
Gattung
Ort
Hamburg
Jahr
2007
Lesealter
8-9 Jahre10-11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
9,90 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Olli will nicht, dass ihr Kind Quarka in der feuchten Räuberhöhle aufwächst. Als Grapsch endlich davon überzeugt ist, dass ein Haus gebaut werden muss, machen sich beide auf die Suche nach einem geeigneten Bauplatz, entwerfen das Haus und finden im Feuerwehrmann Max und im Zimmerer Anton Specht zwei Helfer und Freunde. Schließlich kommt es sogar zu einer (privaten) Annäherung mit dem Polizeihauptmann. Als das Nest fertig ist, kommt das zweite Kind der Grapschens.

Beurteilungstext

Nach “Keine Angst vor Räuber Grapsch” und “Raubzug in der Nacht” gibt es ein Wiedersehen mit Räuber Grapsch und seiner Frau Olli im Juckener Ländchen. Mit der Geburt ihrer Tochter Quarka verändert sich das Leben der beiden - im neuerbauten Häuschen wird ein Kompromiss zwischen der bürgerlichen Gemütlichkeit eines “Tantenhäuschens” und der wilden Kargheit einer Räuberhöhle gefunden. Dabei spielen das Streiten, das Reden und Verhandeln, bis eine Lösung gefunden ist, eine wichtige Rolle. Auch die Bedeutung von Freundschaft wird mit dem Wiederauftauchen des Feuerwehrmanns Max aus der zweiten Folge akzentuiert.
Mit der Aufnahme des in Juckenau als verrückt geltenden Zimmermanns Anton Specht, der seine Stimme verloren hat und in jedes Stück Holz Figuren schnitzt, wird auch Akzeptanz und Toleranz zum Thema. Max, glücklich, seinen “Spleen” ausleben zu können und angenommen zu sein, findet am Ende seine Stimme wieder, und die Rückkehr ins “normale” Leben ist geebnet.
Das Leben mit der Räuberfamilie im Wald, als Ausstieg aus der Welt, fungiert als Therapie. Auch Grapsch wird für die Welt erträglicher, als mit dem Fund von Geld in der Geheimschublade sich das Räubern fürs Erste erübrigt und die Polizisten nach dem Fehlschlagen ihrer Jagd nach Grapsch ihn und Olli als Freunde kennen lernen. Doch der Widerspruch zwischen privatem Empfinden und dienstlicher Pflicht wird (noch) nicht aufgehoben, so dass Stoff für weitere Folgen bleibt.
Der Sprecher Rolf Nagel macht auch diese Folge wieder zu einem Hör-Erlebnis. Er lässt mit tiefer, kratziger Stimme ebenso den Räuber Grapsch erstehen, wie er die zartere Olli mit weicherer, hellerer Stimme charakterisiert. Er brummt Grapschs grässliche Wiegenlieder und fesselt als Erzähler.
Der Einzug der Räuberfamilie ins neue Haus beendet zwar diese Folge, lässt den Hörer jedoch begierig auf neue Geschichten zurück.

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Diese Rezension wurde verfasst von sr.
Veröffentlich am 01.01.2010

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