Dinge, die so nicht bleiben können

Autor*in
Bauer, Michael Gerard
ISBN
978-3-446-26801-2
Übersetzer*in
Mihr, Ute
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
224
Verlag
Hanser
Gattung
Buch (gebunden)Erzählung/Roman
Ort
München
Jahr
2020
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
15,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

Erinnerst du dich an das Gefühlschaos während der Zeit als Teenager*in? Die Ängste und Neugier, was wohl nach dem Schulabschluss so kommen mag, waren beinahe unmöglich zu beschreiben. Michael Gerard Bauer schafft es in seinem Jugendroman die Gedanken und Gefühle eines Teenagers exakt widerzugeben und hält Leser*innen von Anfang bis Ende mit Humor und Spannung in der Geschichte gefangen.

Beurteilungstext

Die Leser*innen werden gleich zu Beginn des Buches selbst ein Teil der Geschichte. Es beginnt mit Sebastians aktueller Situation am späten Nachmittag der Offenen Tür auf dem Universitätscampus. Kurz darauf wird zurückgespult und der Beginn des Tages und somit auch sein Weg in diese nun erlebte Situation näher geschildert.
Nachdem die Leser*innen erneut in der Gegenwart Sebastians angekommen sind, wird dieser, dank Frida, aus einer unangenehmen Situation gerettet. Nun dürfen wir Frida und Tolly kennenlernen. Alle drei Teenager verbringen gemeinsam den restlichen Tag und begeben sich in eine verzwickte Lage. Sie wollen mehr über die anderen erfahren, sind jedoch selbst noch unschlüssig, wieviel sie von sich preisgeben wollen. Stattdessen finden wir uns in einer chaotischen, zum Teil erfundenen und dennoch ziemlich realen Begegnung der drei wider.
Die Leser*innen werden ab der ersten Seite als Freund*in Sebastians miteinbezogen. Michael Gerard Bauer lässt uns erleben, wie es wohl wäre, Sebastian genau an diesem Tag begegnet zu sein und nicht von seiner Seite zu weichen. Dies sorgt dauerhaft für Neugierde. Man kann gar nicht anders, als der Geschichte beizuwohnen.
Diese Art des Erzählens erzeugt eine wunderbare Nähe zu den Hauptprotagonist*innen. Wir dürfen an deren Gefühlswelt, ihren Gedanken und daraus spontan resultierenden Handlungen teilhaben und uns erneut wie Teenager*innen fühlen.
Der Tag wird ausschließlich aus der Sicht Sebastians erzählt. Michael Gerard Bauer schafft es durch äußerst humorvolle Art die Gedanken und Handlungen der Teenager aufs Papier zu bringen und sorgt damit für Unterhaltung. Der stetige Wechsel von Monologen und Dialogen sorgt für reichlich Abwechslung und macht Lust weiterzulesen. Durch unterschiedliche Schriftarten ist für die Leser*innen sofort erkennbar, ob es sich um Gedankengänge oder aktuelle Gespräche handelt, welches wiederum den Lesefluss fördert. Der Erzählstil ist simpel und in einfacher Sprache gehalten, sorgt für schmunzelnde Gesichter und in beinahe jedem Kapitel für Gründe, um laut loszulachen aber auch stirnrunzelnd über das Gesagte nachzudenken. Durch immer wiederkehrende Rückblenden und stetig neue Konfrontationen in der Gegenwart der drei Teenager*innen, entwickelt sich sehr schnell eine gewisse Sympathie.
Das Layout des Buches ist geschickt auf den Start der Handlung angepasst. Einmal in die Geschichte vertieft, stellt man sehr schnell den Bezug zum Titel her und ist mehr als begeistert.
Selten gelingt es Autor*innen so gut, Wünsche, Gedanken und Sehnsüchte in einer so wichtigen Phase der jungen Erwachsenen so präzise und verständlich aufzuschreiben. Jede*r, der/die dieses Buch liest, fühlt sich augenblicklich in sein eigenes Gedanken- und Gefühlschaos der Teenagerjahre, die Angst um die Zukunft und dem Wunsch Freundschaften zu schließen zurückversetzt.
Monia Amin

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von am; Landesstelle: Sachsen-Anhalt.
Veröffentlicht am 07.09.2021

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