Dies und Das

Autor*in
Ungerer, Tomi
ISBN
978-3-257-01251-4
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Ungerer, Tomi
Seitenanzahl
40
Verlag
Diogenes
Gattung
BilderbuchBuch (gebunden)Sachliteratur
Ort
Zürich
Jahr
2019
Lesealter
0-3 Jahre4-5 Jahre6-7 Jahre8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
20,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

„Dies und das“– was verbirgt sich hinter diesem Titel von Tomi Ungerer? Ein wildes Sammelsurium von Dingen oder Ideen in mit spitzer Feder gezeichneten Bildern? Eine aufmüpfig, anarchische Geschichte? - Nein, es ist ein zugleich wildes, wie auch hintergründiges Bild-Wörterbuch mit so harmlos erscheinenden Wortpaaren wie z.B. „waschen“ und „putzen“.

Beurteilungstext

In diesem fröhlichen, fantastischen und zugleich hintergründigen Bilderbuch zeigt sich wieder einmal und leider zum letzten Mal Tomi Ungerers große Kunst im Umgang mit der Sprache und dem Zeichenstift. Dieser große Künstler, der mit seinen anarchisch frechen Bildergeschichten Groß und Klein begeistern konnte ist mit 87 Jahren 2019 gestorben und so ist dieses Buch postum erschienen. Die Umkehrung der gewohnten Lese- und Sehweisen war sein Metier: Großartig wie er dies in Büchern wie „Zeraldas Riese“ oder in dem von meinen Kindern heiß und innig geliebten „Mondmann“ zelebrierte. Wunderliche und kauzige Gestalten, die sowohl hinter- wie auch eigensinnig gewohnte Blicke verunsichern und irritieren, wie der Professor im Mondmann oder der letztlich handzahme Riese von Zeralda. Spielerisch, verschmitzt und augenzwinkernd erzählt Ungerer vom Leben und auch vom Tod, der eben auch dazu gehört. Ebendieser spielt in einem meiner Lieblingsbilder eine nicht unerhebliche Rolle: Zum Thema „putzen“ sieht man keine das Haus auf Hochglanz wienernde Hausfrau, sondern einen dunkelhäutigen Jungen mit einer riesigen Zahnpastatube in der einen Hand. Mit der anderen putzt er einem Skelett die sehr weißen Zähne. Hier gibt es sicherlich für jüngere Kinder Gesprächs- und Erklärungsbedarf. In den sechzehn Wortpaaren lenkt Ungerer den Blick der Betrachter und LeserInnen – auch der schon ganz Kleinen – auf das hinter der Oberfläche Liegende, das Ungewöhnliche, das Überraschende: Wer, außer ihm käme auf eine solche Idee zum Thema „putzen“?! Das Eingangsbild zum Verb „spüren“ zeigt mehr als deutlich, was das sein kann: Da hat ein Kind mit einem dicken Hammer nicht den Nagel sondern den Finger getroffen. Das „Autsch, Autsch“ meint man aus dem weit aufgerissenen Mund hören zu können. Herrlich auch die Illustration der Unterschiede zwischen „arbeiten“ und „spielen“ oder „schlürfen“ und „trinken“.
Dies und das – ein wundervolles Bilderbuch für alle!
Unbedingt empfehlenswert!

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von SRAn; Landesstelle: 16 Hessen.
Veröffentlich am 18.04.2020

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