Die steinerne Pforte

Autor*in
Prévost, Guillaume
ISBN
978-3-401-06070-5
Übersetzer*in
Knefel, Anke
Ori. Sprache
Französisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
285
Verlag
Arena
Gattung
Fantastik
Ort
Würzburg
Jahr
2007
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
12,95 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Sams Vater Allan ist verschwunden. Auf der Suche nach ihm findet Sam in Allans Buchladen eine antike Münze und einen seltsam geformten Stein. Als er die Münze auf den Stein legt, beginnt eine spannende Zeitreise: in die Zeit der Wikinger, des 1. Weltkrieges, ins alte Ägypten, nach Flandern. Sam und seine schlaue Cousine Lili vermuten, dass Allan in der Vergangenheit festgehalten wird. In einem Buch über das Draculaschloss in der Walachei entdecken sie einen Hinweis - Ende des ersten Bandes.

Beurteilungstext

Sam ist ein Junge, der ganz und gar in unserer Zeit verwurzelt ist. Seine Hobbys sind Judo - wobei ein bevorstehender Wettkampf gegen den größten "Bulli" ihm berechtigterweise Angst einjagt - und Skatebord fahren. Er leidet zunächst unter den Zickereien seiner Cousine und der Tatsache, dass er nicht in einer Vater-Mutter-Kind-Idylle lebt. Er ist also alles andere als ein Überheld, ein sympathischer, leicht depressiver Loser. Dann beginnen seine Zeitreisen, in denen er gefährliche Abenteuer bestehen muss und die auch etwas Bedrohliches in sich bergen: Während er in einer fernen Zeit ist, weiß er nie, ob es ihm gelingen wird zurückzukehren. Dass soviel Selbstbeweis Auswirkung auf das Hier und Jetzt hat, versteht sich von selbst.
Was jedoch an diesem ersten Band über "Das Buch der Zeit" am meisten überzeugt, sind die Beschreibungen vergangener Epochen, obwohl das Buch in seiner Qualität nicht ganz einheitlich ist: Manchen Epochen (Ägypten, Flandern) wird deutlich mehr Zeit eingeräumt als der Wikingerzeit und dem 1. Weltkrieg. Die knappen Reisebeschreibungen bergen die Gefahr der Oberflächlichkeit, die längeren dagegen schaffen es, auch den Leser in jene Zeit zu versetzten. Speziell die Episode über das Leben des flandrischen Malers könnte ich mir sogar als fächerübergreifenden Einstieg (Deutsch-Kunst-Geschichte) vorstellen.
Das Ende ist ebenso spannend wie frustrierend, denn der gruselige Beweis, dass Sams Vater im Verlies von Dracula hockt, verlangt nach einer Auflösung, auf die man nicht ewig warten will. Im Anhang des Buches findet sich zwar ein Hinweis auf den zweiten Band, aber keine Angabe, wann dieser erscheint.

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Diese Rezension wurde verfasst von Krä.
Veröffentlich am 01.01.2010

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