Die spannendsten Weihnachtsgeschichten aus Skandinavien

Autor*in
Arrakoski, Annamari
ISBN
978-3-8052-0788-1
Übersetzer*in
Butt, W. u.a.
Ori. Sprache
Skandinav. Sprachen
Illustrator*in
Seitenanzahl
268
Verlag
Rowohlt
Gattung
Krimi
Ort
Hamburg
Jahr
2004
Lesealter
16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
14,90 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Sammlung von neuen Kurzkrimis skandinavischer Autoren, die im Winter und/oder der Weihnachtszeit angesiedelt sind.

Beurteilungstext

Auch wenn Weihnachten längst vorbei ist und der Frühling naht, aber es draußen schneit (wie gerade jetzt im Februar) und der Kamin eine angenehme Wärme erzeugt, kann man sich wunderbar mit diesen Geschichten vergnügen. Die finnische Herausgeberin hat für diesen Band Geschichten von vielen bei uns sehr bekannten Krimiautoren wie Henning Mankell oder Hakan Nesser, aber auch einigen bei uns weniger bekannten Autoren wie Anne B. Ragde oder Ingvar Ambjornsen zusammengestellt und ausgewählt, deren Gemeinsamkeit darin bestehen, dass die mörderischen oder unheimlichen Ereignisse im tiefen Winter, meist in Skandinavien, stattfinden. Eine Ausnahme ist die erste Geschichte, die zugleich die umheimlichste ist. “Das dritte Auge” von Arne Dahl erzählt von merkwürdigen Ereignissen im Dezember in Mexico-City. Es geht um einen seltsamen Unfall, der vielleicht keiner ist und einen Kommissar, der noch seltsamere Dinge erlebt und schließlich tot aufgefunden wird. Diese Geschichte reizt zur unterrichtlichen Verwendung im Kontext von “Unheimliches”. Einige der kurzen Krimis lassen einem eher schmunzeln als gruseln, etwa die Geschichte von A. Jansson, in der es um die Internet-Suche nach einem neuen Lebenspartner geht, die gründlich daneben geht. Hintergründig, nachdenklich und auch manchmal deprimierend sind diese kurzen Geschichten, wie z.B. “Teufels Geburtstag” von I. Ambjornsen, in der aus der Perspektive eines kleinen Jungen erzählt wird, wie die familiären Beziehungen ausgerechnet zu Weihnachten völlig zu Bruch gehen, nachdem der Vater des Jungen durch einen Unfall zum Pflegefall geworden ist. Gerne begegnet man auch den vertrauten Kommissaren wie Wallander, der in dieser frühen Erzählung noch mit Mona verheiratet ist und in eine verdammt gefährliche Situation gerät, deren Ausgang er nicht vorhersehen konnte und die ihn für immer prägen wird.
Alle Geschichten sind in sich einzigartig und in Aufbau, Struktur und Sprache so verschieden wie die Autoren und Autorinnen, aber dies ist ja nichts ungewöhnliches bei einem Sammelband dieser Art.
Jugendliche und Erwachsene, die Freude am Rätseln und an Krimis haben, werden dieses Buch mögen.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von ASR.
Veröffentlich am 01.01.2010

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