Die Sache mit dem Gruselwusel

Autor*in
Nöstlinger, Christine
ISBN
978-3-7017-2060-6
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Biermann, Franziska
Seitenanzahl
60
Verlag
Residenz Verlag
Gattung
Fantastik
Ort
Salzburg
Jahr
2009
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
14,90 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Joschi ist ein Angsthase, im Gegensatz zu seiner kleinen Schwester, die sich vor nichts fürchtet. Sein gebasteltes Gespenst Gruselwusel, was die Schwester das Fürchten lehren soll, wird lebendig. Spuken kann der Gruselwusel leider noch nicht, dafür hat Joschi jetzt andere Probleme.

Beurteilungstext

Joschi wäre gerne so furchtlos wie seine kleine Schwester Mizzi, die vom Angsthaben nichts versteht. Ein Mal möchte er Mizzi vor Angst zittern sehen und bastelt ein Gespenst, mit dem er seine Schwester mal richtig erschrecken möchte. Zu seiner großen Überraschung erschreckt sich Joschi zunächst selbst furchtbar, denn sein selbstgemachtes Gespenst wird lebendig. Unglücklicherweise ist der Gruselwusel noch ein Baby und muss von Joschi in schaurig Heulen, Ächzen und Stöhnen ausgebildet werden.

Mizzi entpuppt sich trotzdem als völlig spukresistent, bemerkt aber, dass ihr Bruder ein Geheimnis hat. Der ist inzwischen mit dem Babysitten völlig überfordert. Ständig hat der Gruselwusel Hunger und stellt irgendwelchen Blödsinn an, während Joschi in der Schule ist. Mizzi hat die rettende Idee: So ein Baby braucht eine Mama. Zusammen basteln die beiden Geschwister eine Gruselwusel-Mutter und kommen sich dabei ganz nahe.

Eine liebevoll komponierte Geschichte mit viel Humor und Fantasie. Der Autorin ist es zum wiederholten Male gelungen, ein originelles Kinderbuch zu schreiben und Figuren voller Charme zu erschaffen, mit denen sich der Leser gut identifizieren kann. Die zahlreichen Dialoge, kurzen Sätze und der bildhafte Erzählstil machen das Buch trotz der kleinen Schrift für Kinder der 3. Grundschulklasse gut lesbar. Für Kinder ab fünf Jahren ein erstklassiges Vorlesebuch. Vereinzelt kommen Wörter aus dem Österreichischen vor, wie Erdäpfel und Paradeiser.

Eine wunderbare Ergänzung sind die großformatigen und farbigen Illustrationen von Franziska Biermann. Über die liebevoll gestalteten Figuren mit ihrer bewegten Mimik kann der Leser genauso schmunzeln wie über die kleinen versteckten Einzelheiten, die meist erst auf den zweiten Blick ins Auge fallen. In den inneren Buchdeckeln gibt es die Bastelanleitung für ein Gruselwusel-Baby und eine Gruselwusel-Mutter. Außerdem liegt dem Buch ein Bogen mit Stickern bei. Das qualitativ hochwertige Papier rechtfertigt den relativ hohen Preis.

Fazit: Ein einfühlsames, lustiges Gespensterbuch für alle Kinder bis zum Alter von acht Jahren.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von ks.
Veröffentlicht am 01.01.2010

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