Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, Der Nerd & ICH
- Autor*in
- Bauer, Michael Gerard
- ISBN
- 978-3-446-25862-4
- Übersetzer*in
- Mihr, Ute
- Ori. Sprache
- Englisch
- Illustrator*in
- –
- Seitenanzahl
- 277
- Verlag
- Hanser
- Gattung
- Buch (gebunden)Erzählung/Roman
- Ort
- München
- Jahr
- 2018
- Lesealter
- 12-13 Jahre14-15 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- Bücherei
- Preis
- 16,00 €
- Bewertung
Teaser
In Maggies Leben ist nichts perfekt. Als ihre Mutter einen neuen Freund hat geht sogar alles schief.
Beurteilungstext
Maggie erzählt in der „Ich-Form“ aus ihrem total verkorksten Leben. So erscheint es ihr jedenfalls für sie, verkorkst. Alles was schief gehen kann geht schief. Die Noten sind schlecht, Freunde hat sie keine, ihr Vater, der Fernsehstar, hat sie und ihre Mutter verlassen und der Abschlussball steht vor der Tür. Keiner der Jungs aus ihrer Klasse fragt sie, ob sie mit ihm dorthin gehen möchte. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass der neue Freund ihrer Mutter eine reine Nervensäge ist. Michael Gerard Bauer schreibt in einem locker-leichten Erzählfluss über den realen Wahnsinn einer Heranwachsenden. Die Leserinnen können sich in Maggie hineinversetzen und mit ihr leiden und lachen. Obwohl es am Anfang der Geschichte nichts zu lachen gäbe, wenn das, was Maggie so passiert, nicht so überzeichnend dargestellt würde. Schlechte Noten und keine Freunde sind halt für niemanden lustig. Maggie aber geht ihre Probleme offensiv an. Sie trifft eine „FUMLE“, eine "folgenschwere und lebensverändernde Entscheidung". Damit ist das Chaos vorprogrammiert, wie z.B. bei Gesprächen mit der Deutschlehrerin, die ihr sagt, dass sie keine Eins im Aufsatz bekommt, obwohl sie die so dringend braucht, bis hin zu der Absage eines Jungen, der sich lieber seine Zunge an die Decke tackern lässt, als mit ihr zum Abschlussball zu gehen, läuft so gar nichts nach ihrem Plan. Und wenn dann der Einzige, der einen wirklich mag ein richtig hässlicher Kater ist, der auf einem Auge blind ist und kurz vorm Exitus zu sein scheint, könnte man doch verzweifeln, weil der Plan so gar nicht zu funktionieren scheint. Ein witziges und dennoch tiefgründiges Buch über das Erwachsen werden und der Erkenntnis, dass niemand perfekt ist und das Leben dennoch schön sein kann. So richtig schön, auch wenn der Freund der Mutter eine Nervensäge ist - aber eine liebe Nervensäge.