Die großen Entdeckungsreisen

Autor*in
Coppin, Brigitte
ISBN
978-3-89660-322-7
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
45
Verlag
Knesebeck
Gattung
Sachliteratur
Ort
München
Jahr
2005
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
11,90 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Die Geschichte der großen Entdeckungsfahrten.

Beurteilungstext

Dieses Sachbilderbuch stellt die großen Entdeckungsreisen in einen sehr präzisen historischen Kontext, indem es die damalige politische Situation der einzelnen Länder samt ihren damaligen Persönlichkeiten beleuchtet. Von der Entdeckung der Seewege im Mittelalter führt das Buch über die Fahrten der Portugiesen zu Christoph Columbus und Amerika sowie zu den Reisen des Vasco da Gama und Ferdinand Magellan, mit einem Ausblick auf die Neue Welt. So entsteht ein Bild der großen Entdeckungsreisen von der Mitte des 15. Jahrhunderts an, über Länder und Kontinente hinweg.
Die Seewege des Mittelalters und der frühen Neuzeit nachzuzeichnen, verbindet sich für die Autorin eng mit der Wirtschafts- und Handelsgeschichte der Länder; beleuchtet werden ihre teils recht detaillierten Beschreibungen durch reiches Bildmaterial aus zeitgenössischen Quellen wie Gemälden, Urkunden der kartographischem Material.
Besonders lebendig sollte für den jungen Leser das Geschehen sicherlich durch eingeschobene Berichte zu einzelnen Personen "aus dem Volk" sein: einem Kaufmannssohn, einem portugiesischen Kartographen, einem indianischen Minenarbeiter, einem Kalfaterter, einem malaiischen Sklaven und anderen. In ihren persönlichen Geschicken soll sich das große Geschehen spiegeln, das Weltbild, die Ideengeschichte der Zeit.
Das ist nicht ganz gelungen. Der Band wirkt insgesamt wie eine Zusammenstellung von separaten Einzelteilen, deren Nahtstellen mehr als deutlich bleiben, sodass die Einzelteile bleiben und sich nicht zu einem Ganzen runden; das beeinträchtigt auch das ganzheitliche Verständnis der Zeit. Zu diesem Eindruck tragen auch zum Teil noch einige der modernen Illustrationen bei, die das beleuchten sollen, wozu es kein authentisches Material gibt. Solche farbenfrohe und detailversessene Bilder wirken knallig und fügen sich stilmäßig weder zu dem relativ anspruchsvollen Text noch zu dem anderen zeitgenössischen Bildmaterial.
Ein Buch also leider mit vielen Brüchen, das dennoch lesenswert ist, weil es so viele Fakten und Aspekte enthält, die anderen Büchern über die Entdeckungsfahrten fehlen.

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Diese Rezension wurde verfasst von avn.
Veröffentlich am 01.01.2010

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