Die getauschte Franzi

Autor*in
Heß, Daniela
ISBN
978-3-85191-413-9
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Zimmermann, Anna
Seitenanzahl
64
Verlag
Dachs bei Patmos
Gattung
Fantastik
Ort
Düsseldorf
Jahr
2006
Lesealter
6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
9,60 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Franzi Linsenmaier hat ständig Krach mit ihren Eltern, weil sie meist schmutzig, schlampig und ungezogen ist und obendrein Lügengeschichten erzählt. Aber als Franziska dann eines Tages völlig ausgewechselt ist, machen sich die Eltern große Sorgen und wollen ihre alte Franzi wiederhaben.

Beurteilungstext

Im Hause Linsenmaier herrscht ständig dicke Luft. Die Eltern sind mit dem Verhalten ihrer Tochter Franziska ganz und gar nicht einverstanden. Die wilde Franzi, ein Albtraum aller Eltern, klettert lieber im Park auf Bäumen herum als Hausaufgaben zu machen. Dazu ist sie meist schmutzig, schlampig, ungezogen und erzählt Lügengeschichten. Als eines Abends eine ältere Dame an der Türe läutet, Franzi mitnimmt, diese kurz darauf völlig ausgewechselt, artig und folgsam zurückkommt, sind die Eltern sprachlos. Aber dieser Zustand hält Tage und Wochen an. Franzi, die jetzt nur noch Franziska gerufen werden will, ist fleißig, höflich und ordentlich, ja so penibel, dass nicht einmal mehr ihre Eltern ein benutztes Glas oder Schuhe nach Feierabend herumstehen lassen können. Das Leben wird anstrengend und normal finden die Eltern das ständige Aufräumen ihrer Tochter auch nicht. Sie sehnen sich nach der “alten” Franzi zurück und versuchen sie wiederzubekommen.
Das witzige, phantasiereiche Buch ist gut zu lesen und unterhält auf humorvolle Art. Die Illustrationen dazu sind ausdrucksvoll und stimmig. Andrerseits regt das Buch natürlich auch zum Nachdenken an, zeigt auf, dass vermutlich weder das eine noch das andere Extrem - die total schlampige Franzi und die überbrave Franziska - erstrebens- bzw. wünschenswert ist. Das Buch ist ein schwungvolles Kinderbuch, das genausogut auch von Eltern gelesen werden könnte (Bei der Erziehung sollten Eltern stets auch ihr Verhalten mit reflektieren.), hält es doch auch ihnen einen Spiegel vor. Dennoch hätten mir an manchen Stellen etwas weniger Phantastereien besser gefallen.

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Diese Rezension wurde verfasst von jbt.
Veröffentlicht am 01.01.2010

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