Die blauen und die grauen Tage

Autor*in
FETH, Monika
ISBN
978-3-570-30935-3
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
256
Verlag
cbj
Gattung
Ort
München
Jahr
2014
Lesealter
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
6,99 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Evi ist überglücklich, denn ihre Oma zieht in das Haus ihrer Familie ein. Die Großmutter leidet an Demenz und kommt nicht mehr allein zurecht. Sie lebt sich sehr schnell ein und entwickelt sich zur guten Seele der Familie. Evi genießt die Zeit mit ihrer Oma sehr. Eines Tages verschwindet die Großmutter plötzlich und Evi findet sie mit ihrem Freund verwirrt auf dem Bahnhof wieder. Muss Oma jetzt in das Altersheim? Evi versucht das vehement zu verhindern.

Beurteilungstext

Monika Feth erzählt die Geschichte des Mädchens Evi, die mit allen Mitteln versucht, ihre Großmutter vor dem Altersheim zu bewahren.
Mit dem Einzug von Evis Oma verändert sich einiges im Familienalltag. Die Großmutter kocht ihren beiden Enkelinnen Mittagessen und kümmert sich um den Haushalt. Allerdings hat sie immer mehr Aussetzer, die das Leben verkomplizieren. Sie verschwindet und kann sich danach nicht mehr daran erinnern. Evi versucht die Aussetzer ihrer Großmutter vor den Eltern zu verheimlichen. Als die Oma überlegt in das Altersheim zu gehen, um die Familie nicht weiter zu belasten, beschließt Evi ein Tagebuch zu führen. In diesem Tagebuch notiert sie die blauen Tage, an denen ihre Großmutter ganz sie selbst ist und die grauen Tage, an denen Oma Sachen vergisst. Evi will ihrer geliebten Oma damit zeigen, dass die blauen Tage überwiegen. Es werden aber immer mehr graue Tage und als das Altersheim unausweichlich scheint, beschließt Evi mit ihrer Oma zu verschwinden. Doch ihre Großmutter wird sehr krank.
Die Geschichte von Evi und ihrer Großmutter wird in 34 Kapiteln episodisch erzählt. Durch die Erzählungen aus Evis Sichtweise wird das Thema Demenz sehr einfühlsam und gleichzeitig kindgerecht erzählt. Die Autorin kreiert vielseitige Charaktere, die die authentische Geschichte unterstützen und auflockern. Die Dialoge sind oftmals mit einer Prise Humor gespickt, die das Lesen trotz der ernsten Thematik zu einer Freude machen.

In ""Die blauen und die grauen Tage"" wird eine bewegende Geschichte über die innige Liebe einer Enkelin zu ihrer Großmutter und einer unaufhaltsamen Krankheit erzählt. Empfehlenswert ist der Roman für Kinder und Jugendliche, ebenso für interessierte Erwachsene.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von JM.
Veröffentlicht am 01.10.2015

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