Der Sternsee
- Autor*in
- Gmehling, Will
- ISBN
- 978-3-7795-0766-6
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- Deutsch
- Illustrator*in
- Rassmus, Jens
- Seitenanzahl
- 56
- Verlag
- Peter Hammer Verlag
- Gattung
- Buch (gebunden)Fantastik
- Ort
- Wuppertal
- Jahr
- 2025
- Lesealter
- 8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- BüchereiFreizeitlektüreKlassenlektüre
- Preis
- 14,00 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Eine kurze, intensive Geschichte mit vielen eindrucksvollen Illustrationen - sprachlich sehr dicht erzählt, mit realistischen Protagonisten, in die man sich wunderbar einfühlen kann und einer ins Phantastische übergehenden Atmosphäre rund um einen sternförmigen See... Ein kleines Kunstwerk!
Beurteilungstext
Im Zentrum der Erzählung liegt der See, der die Hochhaussiedlung, in der vier befreundete Kinder wohnen, zu etwas Besonderem macht. Er gehört zum Alltag - doch abends spiegeln sich die Lichter der Siedlung darin ebenso wie der Mond. Am Ende scheint der See die Kindheit der vier wie mit einem verzauberten Schimmern abzubilden. Knappe, aussagekräftige, oft poetische Sätze reihen sich aneinander. Im November friert der See zum ersten Mal vollständig zu, und diese Verwandlung bedeutet für die Kinder trotz der Kälte, dass sie ein neues Spielgelände erkunden können.
Im Frühling taut der See nicht auf, und den ganzen Sommer hindurch bleibt das kühlende Eis unverändert. Jetzt wird der See zum Forschungs- und Diskussionsgegenstand. Für den Ich-Erzähler verändert sich etwas: Obwohl er ein schlechter Schüler ist, schreibt er einen tollen Aufsatz über den zugefrorenen See. Eines Nachts bricht die Eisdecke mit einem lauten Kratzgeräusch auf, ein Spektakel für alle Bewohner der Hochhaussiedlung. Während sich die Kinder immer wieder mit dem Mann am Kiosk unterhalten und sich Süßigkeiten oder Pommes kaufen, erfährt man beiläufig einiges über ihr nicht ganz einfaches Alltagsleben. Immer wieder reden sie darüber, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen - und man spürt, dass die Erinnerung an den magisch zugefrorenen See sie ihr ganzes Leben begleiten wird.
Der Text kommt ohne dramatische Ereignisse und fast ohne Handlung aus, dennoch taucht man tief in den scheinbar unspektakulären Alltag der Kinder ein. Es geht darum, wie sie die Dinge erleben und was in Erinnerung bleiben wird: die besonderen Momente, die geteilten Süßigkeiten, wichtige Situationen und Begegnungen. Aufgrund ihrer Kürze ist diese Geschichte wie eine Novelle für Kinder, die zum Nachdenken anregt. Hochgradig empfehlenswert, auch als Klassenlektüre.