Der Sommer der unmöglichen Dinge
- Autor*in
- DiCamillo, Kate
- ISBN
- 978-3-423-76572-5
- Übersetzer*in
- Gutzschhahn, Uwe-Michael
- Ori. Sprache
- Amerikanisch
- Illustrator*in
- –
- Seitenanzahl
- 208
- Verlag
- dtv
- Gattung
- Buch (gebunden)Erzählung/Roman
- Ort
- München
- Jahr
- 2025
- Lesealter
- 10-11 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- BüchereiFreizeitlektüre
- Preis
- 15,00 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Ein rasantes Kinderbuch über einen aufregenden Sommer, in dem viele verrückte Dinge passieren, die die charmante Protagonistin Ferris irgendwie wieder zurechtrücken muss.
Beurteilungstext
Die 10-jährige Ferris erlebt einen turbulenten Sommer. Da ist beispielsweise Ferris' Großmutter Charisse, die mit im Haus der Familie lebt und der in diesem Sommer ein Geist erschien; ein weiblicher Geist in einem langen Kleid. Niemand außer Charisse sieht den Geist, aber der Hund benimmt sich merkwürdig, sobald der Geist im Zimmer ist. Außerdem hat sich Ferris' jüngere Schwester Pinky nicht nur theoretisch der Idee verschrieben, eine Verbrecherin zu werden, sondern sie versucht sich auch gleich erfolglos als Bankräuberin.
Dazu bezieht Onkel Ted ein Zimmer im Keller des Familienhauses, weil er sich von Tante Shirley getrennt hat. Er möchte ein besonderes Kunstwerk erstellen, nämlich die Geschichte der Welt malen. Allerdings scheinen da seine Inspiration und sein Talent weit auseinander zu gehen. Ferris' Freund Billy Jackson hört ständig Klaviermusik in seinem Kopf. Als er Ferris davon erzählte, lädt sie ihn ins elterliche alte Haus ein, weil es dort ein Klavier gibt, auf dem Billy fortan ständig seinen Lieblingssong spielt. Und dann sind da auch noch die Waschbären, denen Ferris' Vater den Kampf angesagt hat.
Überall ist Ferris' Hilfe und Unterstützung unabdingbar. So erlebt sie einen sehr aufregenden und intensiven Sommer.
Kate DiCamillo nimmt uns mit in diese rasanten Zeiten, wo immer wieder ziemlich abgedrehte, oftmals sehr lustige und auch unerwartete Dinge passieren. Der Schreibstil ist locker, frisch und so mitreißend, dass selbst die seltsamsten Dinge glaubhaft erscheinen. Ernstere Themen wie Verlustangst und Trauer fließen in die Geschichte ein, wirken durch den schrägen Handlungsstil aber nicht beängstigend oder erschreckend. In Erinnerung bleibt der Zusammenhalt der Familie und die große Hilfsbereitschaft untereinander.
Das Buch überzeugt im Bereich der Wortschatzerweiterung. Überall im Text wurden aussagekräftige Wörter eingefügt und gleich erklärt. Das Ganze geschieht auf eine so spielerisch angenehme Weise, dass es keinen belehrenden Charakter hat, aber doch viele neue Worte in den Sprachgebrauch des Lesers/der Leserin einfließen lässt. Wundert euch also nicht, wenn eure Kinder plötzlich Begriffe wie separiert, Faible, infam oder donquichottisch nutzen. Eine tolle Idee.
Die vielen skurrilen Figuren und Handlungsstränge erfordern schon ein gutes Textverständnis und eine hohe Lesemotivation, um der Geschichte vollumfänglich zu folgen.