Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde
- Autor*in
- Stevenson, Robert Louis
- ISBN
- 978-3-401-06112-2
- Übersetzer*in
- Raykowski, Harald
- Ori. Sprache
- Englisch
- Illustrator*in
- –
- Seitenanzahl
- 112
- Verlag
- Arena
- Gattung
- –
- Ort
- Würzburg
- Jahr
- 2007
- Lesealter
- 14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- –
- Preis
- 9,95 €
- Bewertung
Teaser
Der Arzt Dr. Jekyll stellt Selbstversuche an, das Böse und das Gute im Menschen zu trennen. Bei der Einnahme einer selbsthergestellten Substanz verwandelt sich Jekyll in Mr. Hyde. Dieser Hyde verkörpert alle schlechten Eigenschaften Jekylls. Als sich der Selbstversuch verselbständigt, kann Jekyll sich nicht mehr aus dem Körper des Hyde befreien. Er bleibt verschwunden und nur seine Aufzeichnungen geben dem Rechtsanwalt Utterson Auskunft über das Geschehen.
Beurteilungstext
Das Thema, mit dem sich Dr. Jekyll beschäftigt, ist sehr interessant. Man kann verstehen, dass Jekyll versuchen möchte, das Gute und das Böse zu trennen. Aber die eigentliche Absicht sollte dann sein, das Böse zu eliminieren. Das aber tut Jekyll nicht. Er findet Gefallen daran, in der Person des Mr. Hyde seine Gelüste und bösen Stimmungen ausleben zu können. Er redet sich mehr und mehr ein, nicht er selbst sondern Hyde habe die Dinge getan. Als Hyde einen Mord begeht, möchte Jekyll das Experiment beenden. Aber er ist schon zu weit vorgedrungen. Hyde bemächtigt sich seiner Seele immer mehr. Schließlich verwandelt sich Jekyll auch völlig ungeplant in die Figur des Hyde. Der größte Teil der Geschichte wird aus der Sicht des Rechtsanwaltes Utterson erzählt. Er kann sich wie auch andere Bekannte des Dr. Jekyll nicht erklären, was mit Jekyll los ist, welcher Zusammenhang zwischen Jekyll und diesem furchterregenden Mr. Hyde besteht. Und das kann man mit dem natürlichen Menschenverstand auch nicht. Schwierig ist die Handlung deshalb einzuschätzen, weil der Leser sich mit keinem der Handelnden identifizieren kann. Er bleibt immer einer, der von außen die Handlung betrachtet. Auch an den Stellen, als Jekylls persönliche Aufzeichnungen auftauchen, kann der Leser zwar seine Ängste und zwiespältigen Gefühle verstehen, aber nicht mit ihm fühlen.