Der kleine rote Bus – In der Stadt

Autor*in
Eisenburger, Doris
ISBN
978-3-551-51924-5
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Eisenburger, Doris
Seitenanzahl
40
Verlag
Carlsen
Gattung
BilderbuchBuch (gebunden)Sachliteratur
Ort
Hamburg
Jahr
2020
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
15,00 €
Bewertung
nicht empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

In dem Buch „Der kleine rote Bus – in der Stadt“ erkundet Tante Pippa mit ihren Nichten und Neffen und ein paar Haustieren ihre Heimatstadt. Dabei entdecken sie alltäglich Orte mit einer neuen Perspektive.

Beurteilungstext

Der kleine rote Bus ist ein schönes Buch für kleine EntdeckerInnen und LiebhaberInnen von großartigen Illustrationen. Schon der Einband des Buches lädt zum Träumen ein und bietet viele Details zum Entdecken. Auf jeder Doppelseite des Buches gibt es so viel zu sehen, dass auch Kinder, die noch nicht lesen können, beim Betrachten des Buches auf ihre Kosten kommen. Die Bilder sind trotz ihrer weichen Konturen und der angenehmen Farbwahl voller Leben und Dynamik.
Dennoch komme ich zu dem Schluss, dass das Buch zu viel sein will. Schon in dem Vorsatz des Buches findet eine Beschreibung der ProtagonistInnen statt, was für ein Wimmelbuch nicht unüblich ist. Diese sind auch alle jeweils auf den Seiten des Buches zu finden. In der Geschichte jedoch werden diese Figuren nur unzureichend thematisiert. Von individuellen Charakterzügen ist nichts erkennbar. Genauso gut hätte hier auf ein Paar Figuren verzichtet werden können. Wozu werden die Figuren, die zum Teil unaussprechliche Namen haben, am Anfang so herausgestellt, wenn die Lesenden dann gar nichts darüber erfahren? Auch die Sinnhaftigkeit des kleinen, roten Busses wird nicht ganz eindeutig. So ist der Bus zwar oft das Fortbewegungsmittel in der Geschichte, aber ansonsten nicht von besonderer Bedeutung. Der Titel des Buches ist also sehr irreführend. Auch sonst ist die Geschichte des Buches nicht durch besondere Spannung gekennzeichnet. Im Grunde erleben die ProtagonistInnen eine kleine Stadttour und sammeln dabei Informationen über das Stadt-Maskottchen – einen Drachen. Dabei sind auf jeder Doppelseite ganz wahllos und ohne Zusammenhang weitere Hinweise auf realhistorische Personen, wie Leonardo da Vinci und bekannte fiktive Figuren, wie Nils Holgersson, gegeben. Auf der letzten Seite ist zwar ein Hinweis darauf gegeben, dass man diese Figuren in dem Buch suchen könne, warum sie allerdings überhaupt vorkommen, bleibt offen.
Alles in allem ein überladenes Buch, das nicht weiß, was es will. Ist es ein Wimmelbuch, ein Buch über WissenschaftlerInnen, eine Sammlung alter Geschichten, oder die Geschichte von einer Familie, die einen Tag in einer Stadt verbringt? Für mich leider nicht greifbar. Vielleicht sollte man sich hier lieber auf die schönen Illustrationen beschränken und den Rest ignorieren.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von RPGsr; Landesstelle: Rheinland-Pfalz.
Veröffentlicht am 01.02.2021

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