Der Ich-will-mehr-Bär

Autor*in
Hämmerle, Susa
ISBN
978-3-219-11199-6
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Weber, Mathias
Seitenanzahl
20
Verlag
Betz Annette bei Ueberreuter
Gattung
BilderbuchSachliteratur
Ort
Wien
Jahr
2006
Lesealter
4-5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
9,95 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Ein kleiner Bär möchte immer von allem mehr haben. Das wäre wohl immer so weiter gegangen, wenn nicht eines Tages sein Cousin zu Besuch gekommen wäre, der ein “Noch-viel-viel-mehr-Bär” ist und dem kleinen Bären schrecklich auf die Nerven geht. Als er schließlich wieder abreist, ist der kleine Bär völlig erschöpft und hat erkannt, wie anstrengend und unangenehm so ein Verhalten für die anderen ist.

Beurteilungstext

Die Bilder sind in kräftigen Farben gemalt, die Figuren etwas karikaturistisch gezeichnet. Ihre Gesichtsausdrücke widerspiegeln sehr gut ihre jeweiligen Emotionen, die einzelnen Stimmungen werden durch die Bilder deutlich. Diese sind meist ganz- oder doppelseitig, auf manchen Seiten sind auch mehrere Szenen aufgemalt. Die Geschichte wird anschaulich und ausführlich, jedoch nicht mit zu viel Text erzählt, in klaren, kindgerechten Worten, die die Bilder unterstützen. Das Buch spricht eine Problematik an, die leider in immer mehr Familien Alltag geworden ist: das unersättliche Kind und hilf- und ratlose Eltern, die nicht in der Lage sind diesem Grenzen zu setzen. Daher hätte ich mir als Lösung des Problems eine andere Variante gewünscht, nämlich dass Der Bär die Folgen seines eigenen Verhaltens zu spüren bekommt und die Eltern ihrem Kind durch ein konsequentes “Nein!” zur rechten Zeit die Richtung vorgeben. Es ist Kindern sicher zu vermitteln, dass Eltern auch damit ihr Kind vor Schaden bewahren. Ob Kinder tatsächlich ihr eigenes Fehlverhalten erkennen würden, wenn doch der andere Bär subjektiv noch viel schlimmer ist, ist für mich fraglich. Außerdem wird in der Schlusssituation, wo Eltern und Kind befreit lachen, Kindern nicht unbedingt deutlich, dass damit der kleine Bär seine eigenen Fehler erkannt hat. Trotzdem finde ich die Thematik insgesamt gut dargestellt und die Kernaussage ist für Kinder verständlich und nachvollziehbar.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von BW-BB.
Veröffentlich am 01.01.2010

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