Der Glanz des Mondes

Autor*in
Hearn, Lian
ISBN
978-3-551-58111-2
Übersetzer*in
Naoura, Salah
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
492
Verlag
Carlsen
Gattung
Ort
Hamburg
Jahr
2005
Lesealter
14-15 Jahre16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
19,50 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Takeo und Kaede sind endlich verheiratet. Doch Takeo muss der Prophezeiung folgen, die ihn nach fünf Schlachten zum Herrscher über die drei Länder machen soll. Vier soll er gewinnen, eine verlieren.

Beurteilungstext

Der Glanz des Mondes bildet den Abschluss der Trilogie um den Clan der Otori. Takeo und Kaede haben gegen den Willen aller anderen geheiratet und sind nun offiziell ein Paar. Doch die beiden können ihr Glück nicht genießen, da noch immer Krieg in den Drei Ländern herrscht. Laut einer Prophezeiung soll es Takeo sein, der nach fünf Schlachten den Frieden bringt. Vier soll er gewinnen, in einer soll er unterliegen. So bereitet er sich mit seiner zunächst kleinen Armee vor, seinen Feinden gegenüber zu treten, darunter in erster Linie Lord Arai, den man aus den ersten zwei Teilen noch als Verbündeten Takeos kennt. Doch Arai ist die Macht zu Kopf gestiegen und er versucht nun selbst, die Herrschaft über die drei Ländern an sich zu reißen.
Es ist sehr interessant zu lesen, wie der Held Takeo es auf immer neue Art schafft, neue Verbündete zu finden, Intrigen zu entgehen und seiner Rolle als zukünftiger Herrscher gerecht zu werden. Auch im dritten Band ist es spannend mit ihm und seinen Verbündeten mitzufiebern und zu sehen, wie sich sein Charakter entwickelt und sich seine Entscheidungen und moralischen Grundsätze mal verändern, mal gleichbleiben.
Die Handlung steht Bänden eins und zwei in Sachen Spannung an nichts nach. Immer wieder tun sich Hindernisse auf und die Geschichte nimmt einen anderen Lauf als zu erwarten gewesen war. Natürlich ahnt man, dass sich die Prophezeiung am Ende erfüllt und Takeo tatsächlich Herrscher über die drei Länder wird, doch das ist während des Lesens nebensächlich. Viel mehr möchte man wissen, wie es dazu kommt. Schön ist es dabei, dass wieder die Hälfte des Buches aus Takeos Sicht in der ersten Person geschrieben ist, was einen noch tieferen Einblick in seine Gedanken und Gefühle ermöglicht, während der Leser Takeos Feinde betreffend Takeo sogar überlegen ist, da er aus der zweiten Hälfte, die sich auf Kaede als zentrale Person bezieht, zusätzliche Informationen gewinnt. Bis zum Ende ist nicht klar, ob sich Takeo und Kaede wieder sehen, da ein Schicksalsschlag dem nächsten folgt, allerdings ohne dass es kitschig oder abgegriffen erscheint.
Ein Epilog gibt Ausblicke auf ein Leben nach Band drei. Auch hier spricht Takeo zum Leser, fünfzehn Jahre nach dem eigentlichen Ende von Band Drei. Es gibt vieles, was den Leser interessiert aufhorchen lässt: so erfährt man von weiteren Intrigen und vom unehelichen Sohn, der laut Prophezeiung Takeo töten wird. Da die Geschichte jedoch auf drei Bände angelegt war, waren dies alles nur Ausblicke, zu denen sich jeder seinen Teil denken konnte. Mir, als begeistertem Leser der Trilogie, reichte dieses Ende vollkommen.
Dennoch erschien 2007 nun ein vierter Band, der eben diese Vorausdeutungen behandelt.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von RUT.
Veröffentlich am 01.01.2010

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