Der Anfang

Autor*in
Carballeira, Paula
ISBN
978-3-85581-541-8
Übersetzer*in
Blasco Gärtner, Emilia
Ori. Sprache
Spanisch
Illustrator*in
Danowski, Sonja
Seitenanzahl
28
Verlag
bohem press
Gattung
BilderbuchSachliteratur
Ort
Zürich
Jahr
2014
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
14,95 €
Bewertung
nicht empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Das Ende des Krieges wird mit wenigen Worten und ganzseitigen Bildern geschildert: Kein Zuhause mehr, aber ein Auto, um darin zu reisen. Wenig Kleidung, die Menschen traurig. Aber bald fängt ein Kind zu spielen an, das Lachen kehrt zurück. Die Menschen feiern ein Fest, weil sie noch am Leben sind. Der Anfang von Etwas beginnt.

Beurteilungstext

Das Buch ist in warmen Brauntönen gehalten. Die Farbe Braun will wohl ausdrücken, dass durch den Krieg die bunten fröhlichen Farben verschwunden sind. Gleichzeitig deutet diese Farbpalette an, dass etwas schon lange zurückliegt.
Es ist ein schwieriges Unterfangen, Kleinkindern vom Krieg zu erzählen, ohne Ängste zu wecken. Ängste weckt dieses Buch nicht, aber die Schrecken des Krieges werden auch nicht erfasst. Die Häuser sind nur noch Ruinen. “Das macht nichts,”meint die Bilderbuchmutter,”wir haben ja ein Auto”. Fast gemütlich sieht es auch, wenn man die schlafende Familie im Auto betrachtet. Vom Reisen spricht sie, aber damit ist wohl eher eine Flucht gemeint. Überraschend ist, dass der Vater bei der Familie ist. Darüber kann man als Betrachter nur spekulieren. Die Familie hat nur noch wenig anzuziehen. Wie wenn es ein besonderes Erlebnis wäre, badet deshalb die Familie mit Kleidern im Fluss. Kinder und Erwachsene haben ein wohlgenährtes Aussehen, was so gar nicht zu einem überstandenen Kriegsjahr passt. Dass man vom Erzählen leckerer Rezepte satt zu werden vermag, ist Trugschluss.
Kinder arrangieren sich erstaunlich schnell mit veränderten Situationen. So auch in diesem Buch. Ein Kind beginnt zu spielen, eines lacht. Dies wird Kreise ziehen, so dass ein positiver Blick in die Zukunft möglich werden kann. Aber es entspricht nicht der Realität, dass man ein fröhliches Fest feiert,mit dem einen Grund, dass man noch am Leben ist.
Dieses Buch geht an der Wirklichkeit der Nachkriegsjahre völlig vorbei.

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Diese Rezension wurde verfasst von RPLTLD.
Veröffentlich am 01.01.2010

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