Der Adler & der Zaunkönig

Autor*in
Goodall, Jane
ISBN
978-3-86566-222-4
Übersetzer*in
Hächler, Bruno
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Reichstein, Alexander
Seitenanzahl
40
Verlag
Minedition
Gattung
Märchen/Fabel/Sage
Ort
Bargteheide
Jahr
2014
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Klassenlektüre
Preis
19,99 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Ein Wettstreit der Vögel, wer am höchsten fliegen kann, angelehnt an eine Fabel der Gebrüder Grimm.

Beurteilungstext

Angelehnt an die Fabel „Der Zaunkönig“ der Gebrüder Grimm lässt uns Jane Goodall an einer ihrer Lieblingsgeschichten teilhaben.
Alles beginnt mit einem Streit zwischen den Vögeln, wer am höchsten fliegen kann. Es treten u.a eine Feldlerche, eine Taube, ein Geier und ein Adler unter dem Schiedsrichter, einer Eule, zu dem Wettstreit an. Die Feldlerche und die Taube wetteifern schon vor Beginn des Wettkampfes verbal darüber, wer wohl stärker ist. Der eine könne schöner singen, der andere hätte göttlichen Segen. Doch der Geier greift in die Diskussion sofort ein, da das hohe Fliegen sein Lebensinstinkt ist. Bevor der Adler sich verteidigen kann, greift die Eule besänftigend ein und fordert zum Wettkampfbeginn auf, der sofort beginnt.
Einige Vögel kehren bald etwas traurig zurück, doch der Strauß tröstet sie. Er ist an die Erde gebunden. Einige Vögel fliegen sehr hoch, aber die meisten müssen aus Müdigkeit umkehren. Der Geier sieht von oben ein totes Tier, wird hungrig, wendet sich ab und vergisst den Wettkampf. Immer mehr Vögel bleiben zurück, bis nur noch der Adler als ein Einziger weit oben zu sehen ist. Als die Tiere diesen schon als Sieger feiern wollen, lugt auf einmal der kleine Zaunkönig unter dessen Gefieder hervor. Doch bei Jane Goodall gibt es keine Sieger und Verlierer, sondern die Erkenntnis, dass man gemeinsam am höchsten fliegen kann und am meisten erreichen kann.
Der Text nimmt auf einigen Seiten sehr viel Platz ein, jedoch fügen sich die geschwungene Schriftart und schräge Textplatzierung passend in das Bild ein.
Die Illustrationen von Alexander Reichstein sind gleichzeitig realistisch und phantasievoll und nehmen den Betrachter mit auf eine Augenreise aus der Vogelperspektive. Die graulastigen Pastelltöne vermitteln allerdings eine eher triste Stimmung. Es gibt zwar nur wenige große, detailreiche Bilder einzelner Tiere, dafür werden die Vielfalt der Tierarten sowie Natur und Landschaft sehr realistisch dargestellt.
Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Jane Goodall: „Diese Fabel symbolisiert unser Leben auf der Erde. Keiner von uns kann aus eigener Kraft hoch hinaus. Viele Menschen haben mir auf meinem Weg geholfen. Sie waren die Federn meines Adlers - und meine Mutter war von allen die stärkste..“

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Veröffentlicht am 25.02.2016

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