Der 13. Stuhl

Autor*in
Shelton, Dave
ISBN
978-3-551-56024-7
Übersetzer*in
Herzke, Ingo
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Kopp, Suse
Seitenanzahl
304
Verlag
Carlsen
Gattung
Buch (gebunden)
Ort
Hamburg
Jahr
2016
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
17,99 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

13 Gruselgeschichten, von klassisch bis modern warten auf schöne schaurige Lesemomente.

Beurteilungstext

In einem verlassenen Haus, in einem großen leeren Zimmer, sitzen 12 Personen an einem runden Holztisch. Lediglich eine Kerze auf jedem Platz beleuchtet schwach das Gesicht jedes Einzelnen. Sie scheinen auf Jack, den neugierigen Jungen, gewartet zu haben. Lee, der sehr bleiche, übergroße Junge, mit stets gesenktem Kopf, bittet Jack Platz zu nehmen und rückt einen weiteren 13. Stuhl an den Tisch.
Spätestens nach dieser Eingangsszene ist das Setting für Gruselfans perfekt. In gewohnter aber immer wieder überraschender, kunstvoller Weise ist das Cover des Königskinder Verlages eine gelungene Bühne für das schaurige Gruselabenteuer. Ein schwarzer, fast samtige Einband mit einer kopflosen, sitzenden, männlichen Person vorne und einem gruseligen alten Haus mit herunterhängenden, knorrigen Ästen auf dem Buchrücken. Innen wird jede Gruselgeschichte mit einer Art weißem, filigranen Pflanzendruck auf schwarzem Hintergrund und dem jeweiligen Titel in weißer Schreibschrift angekündigt. Einziger Farbtupfer ist das blutrote Lesebändchen…
Jack scheint zu Beginn der Geschichte ebenso unwissend zu sein, wie der Leser. Nachdem Mr Osterley, ein bleicher Mann mit ruhiger und sanfter Stimme Jack alle Anwesenden vorstellt, bittet er einem nach dem anderen seine Geschichte vorzutragen und anschließend seine Kerze zu löschen. Dabei wirkt jede Erzählung für sich, keine ist mit der anderen vergleichbar. Mitunter hat man den Eindruck, man hätte so mancher Geschichte schon einmal bei Nachtwanderungen während einer Jugendfreizeit gelauscht. Da gibt es die Geschichte des jungen Gauners William, der einem verliebten Mann seinen Ehering stiehlt und ihn dann eher versehentlich erschlägt und anschließend im Wald begräbt. Doch leider wird ihm der Ring keine Ruhe gönnen, bis … Selbstverständlich wird an dieser Stelle das Ende nicht verraten.
Katzenfreunde sollten bei dem Genuss der Erzählung von der knorrigen, älteren Dame Josephine Trend, „Oswald“ gewarnt werden. Von einem, durch das Ticken einer Uhr in den Wahnsinn getriebenen Professor und einem plötzlich auftauchenden Mädchen im roten Mantel, bis hin zu einem Geschichten erzählenden, alten Seemann mit seltsamen Nähten, werden facettenreiche, unkonventionelle Geschichten von Tod, Verderben, Mord und Rache erzählt.
Lange, stets von der Unsicherheit gequält, welche Geschichte er den anderen präsentieren soll, begreift Jack zu dem Zeitpunkt, als alle Kerzen bereits erloschen sind und nur noch seine eigene schwach leuchtet, dass es nur diese eine Geschichte gibt, die er erzählen muss.
Dave Sheltons Buch „Der 13. Stuhl“ ist allen Gruselfans wärmstens zu empfehlen und ziert zusätzlich das Bücherregal.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von kh; Landesstelle: 11 Bayern.
Veröffentlich am 19.01.2017

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