Das riesengroße Osterei

Autor*in
Schmalz, Regina
ISBN
978-3-401-09044-3
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Kraushaar, Sabine
Seitenanzahl
12
Verlag
Edition Bücherbär bei Arena
Gattung
BilderbuchSachliteratur
Ort
Würzburg
Jahr
2007
Lesealter
Einsatzmöglichkeiten
Preis
5,95 €
Bewertung
nicht empfehlenswert

Teaser

Ein stabiles Pappbilderbuch für die Allerkleinsten

Beurteilungstext

Eine gewisse Ratlosigkeit bleibt schon bei diesem Bilderbuch, und das ist eigentlich schade. Optisch ist es ausgesprochen attraktiv aufgemacht, nämlich in Form eines großen gelben Ostereis, das an der rechtsliegenden Spitze durch ein rotes Satin-Bändchen zusammengehalten wird. Auch im Inneren ist die Aufmachung sehr farbenfroh; da sind Osterhasen zu sehen und Hühner und Blumen, alles Dinge, die man die Kinder auch benennen lassen kann. Die Motive sind leicht und luftig gezeichnet und fröhlich frech.
Im Mittelpunkt steht das riesengroße Osterei, das die Hasen mit ihrer Leiter bemalen wollen. Aber während sie das tun, bricht es entzwei. Das ist für den kleinen Betrachter nachvollziehbar, denn dreimal im Buch kann man das Ei auseinanderziehen (es entsteht in der Mitte ein Zickzackschnitt) und dann sehen, was sich in dem großen Osterei versteckt hat: Drei freche Küken sind es, das eine von ihnen mit Piratenaugenklappe und ganz verwegen mit einem Tuch um den Kopf. Die kleinen Hasen sind traurig und lassen die Ohren hängen, während sich die Küken freuen, dass sie die Hasen so hereingelegt haben - womit, bleibt eigentlich unverständlich. Entweder haben sie das Ei zerstört oder es handelte sich um gar kein Ei, sondern nur um ein Versteck. Als die Osterhasen das begreifen, schaffen sie auch so ein großes buntes Ei heran, schenken es den Küken, und als es kaputtgeht, freuen sie ich.
Was also lernt der Betrachter und Zuhörer? Schadenfreude ist die schönste Freude? Versuche deine Freunde immer hereinzulegen? Mach dich lustig auf Kosten anderer? Das ist wirklich eine unüberlegte Botschaft.
Und noch eines fragt man sich: Das Buch wendet sich an Kinder ab 2 Jahren. diese erleben also zum ersten mal bewusst ein Osterfest. Was für eine vertane Chance, ihnen mit einem optisch so schönen Bilderbuch nicht etwas vom Reiz des Festes, von seiner Bedeutung, von seinen Bräuchen näherzubringen. Das jedenfalls ist mit diesem Buch gründlich misslungen.

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Diese Rezension wurde verfasst von avn.
Veröffentlich am 01.01.2010