das lächeln der spinne

Autor*in
Banscherus, Jürgen
ISBN
978-3-401-05579-4
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Butschkow, Ralf
Seitenanzahl
239
Verlag
Arena
Gattung
Krimi
Ort
Würzburg
Jahr
2004
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
12,90 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Simon, 13, entdeckt, dass er im dunkeln mit seinem fahrrad durch eine blutlache gefahren sein muss. Er geht der sache nach und landet in einem abenteuerlichen krimi.

Beurteilungstext

Banscherus erzählt in drei ebenen: ein ukrainischer junge schreibt briefe an seine mutter; Simon erzählt als ich-erzähler, was ihm so passiert und der erzähler berichtet auktorial von der mutter, die bei der kripo ist. Erst hat nichts miteinander zu tun, dann aber beginnen sich die fäden miteinander zu verweben. Der junge gerät durch den zufall (s.o.) immer mehr in bedrohung, erst dadurch wird ihm klar, dass die sache ihm über den kopf zu wachsen droht. Bevor er das aber versteht, ist die situation bereits erreicht, aus der ihn in letzter minute seine mutter befreien kann. Sie hat immer das gefühl gehabt, ihren beruf verfehlt zu haben und erst als sie sieht, dass ihr sohn in eine falle geraten ist, beginnt sie zur höchstform aufzulaufen. Sie kann zwar ihren jungen retten, den fall lösen aber kann sie nicht, weil ihr keiner der vorgesetzten glaubt, oder aber einfach, weil der von ihr nicht zu überführende ein zu großes kaliber ist, zu viele verbindungen hat und zu selbstsicher auftritt.
Eigentlich aber geht es um jungen aus der Ukraine, die von dort aus wirtschaftlichen gründen nach Deutschland gereist sind und hier zwar das geld verdienen können, das sie und ihre zurückgelassenen familien dringend brauchen, dies aber auf eine weise, mit der sie nie gerechnet hätten. Hier sind sie strichjungen und “gegenstände” eines perversen spiels, das sie so quält, dass einige aussteigen und froh sind, in abschiebehaft zu gelangen. Und damit geraten sie in die akten von Simons mutter. Da die jungen aber gelernt haben eisern zu schweigen, gelingt ihr erst der einblick in die kriminellen aktionen, als sie einem der jungen klar machen kann, dass jetzt ihr sohn in die finger der kriminellen geraten und sie einfach auf seine hilfe angewiesen ist. Der zeigt ihr, wo sie Simon, der entführt wurde, finden kann.
Banscherus zeigt uns einen aspekt der ukrainischen mafia, von der wir alle ahnen aber nichts wissen.

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Diese Rezension wurde verfasst von cjh.
Veröffentlich am 01.01.2010

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