Das Jahr
- Autor*in
- Tjäder, JonasKnochenhauer, Maja
- ISBN
- 978-3-7512-0785-0
- Übersetzer*in
- Pluschkat, Stefan
- Ori. Sprache
- Schwedisch
- Illustrator*in
- Tjäder, JonasKnochenhauer, Maja
- Seitenanzahl
- 32
- Verlag
- Oetinger
- Gattung
- BilderbuchBuch (gebunden)
- Ort
- Hamburg
- Jahr
- 2025
- Lesealter
- 4-5 Jahre6-7 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- BüchereiFreizeitlektüreVorlesen
- Preis
- 17,00 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Große und kleine magische Momente von Januar bis Dezember in drei verschiedenen Straßen einer schwedischen Stadt. Stadtleben kann so interessant sein.
Beurteilungstext
Wie verändern sich bestimmte Bereiche einer Stadt im Laufe des Jahres? Ein Ausschnitt des Stadtbildes ziert das Cover und gibt damit schon einen Einblick. Die Buchstaben des Wortes Jahr sind in der vorherrschenden Farbigkeit der Jahreszeiten gezeichnet.
Tjäder und Knochenhauer haben in großer Detailversessenheit drei verschiedene Straßen einer schwedischen Stadt im Drei-Monats-Rhythmus gezeichnet. Sie benennen typische Aktivitäten und Feste, zeigen die dort lebenden Menschen bei ihren Aktivitäten, sowohl in der jeweiligen Wohnung als auch bei der Arbeit oder in der Freizeit. Aus anderen Kulturen stammende Feste wie z. B. das „Eid Mubarak“-Zuckerfest aus dem muslimischen, das „Chanukka-Fest aus dem jüdischen, den „Tanz in den Mai“ oder eben auch das besondere Midsommarfest der Schweden haben sie nicht unerwähnt/ungezeichnet gelassen. Damit verdeutlichen sie die multikulturelle Zusammensetzung der Stadtbewohner. Auf dem Vorsatzpapier vorne und hinten sind die im Buch vorkommenden Figuren gezeichnet, einige davon mit besonderem Suchauftrag, andere mit Fragen, die sich auf den Text beziehen. So ist es ein Mitmachbuch für die kleinen Zuhörer*innen.
Da aber so viele Details, einem Wimmelbuch gleich, auf jeder Seite sind, entdeckt man bei jedem Betrachten Neues. Vieles gibt Gesprächsanlass, lässt eigene kleine Geschichten zu. Der Text, in Reimform, ermöglicht Kindern der anvisierten Zielgruppe, „aktiv“ mitzulesen. Die Illustratoren haben es nicht versäumt, fortlaufend zu zeichnen. Da ist das Baby, im Januar noch nicht geboren, im April im Tragegurt zu sehen. Das Haus, dessen Bau im März beginnt, ist im Dezember fertig bezogen. Einzelne Figuren, wie die verschmitzten Diebe oder auch die schwarze Katze darf man ruhig auf jeder Seite suchen. Und auch besondere Fragestellungen, wie beispielsweise die nach der Bedeutung einer bestimmten Flagge im März fordern auf, zu suchen und Erklärungen zu finden.
Wenn die Figuren selbst eher nur umrisshaft gezeichnet sind, lassen die Zeichnungen der Häuser und die sie umgebende Natur erkennen, dass die Autoren aus dem Architekturbereich kommen. Aber gerade das macht einen besonderen Charme aus. Immer wieder ist man geneigt, weitere Details hinter den geschlossenen Fenstern zu suchen, die im Querschnitt offen gezeichneten Wohnungen nach weiteren Besonderheiten zu erkunden und überhaupt: dieses fantastische Buch immer wieder in die Hand zu nehmen.