Das Geheimnis meiner Mutter - Nach einer wahren Begebenheit aus der Zeit des Dritten Reichs

Autor*in
Witterick, J.L.
ISBN
978-3-570-40258-0
Übersetzer*in
Braun, Anne
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
250
Verlag
cbj
Gattung
Ort
München
Jahr
2014
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
7,99 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Polen im 2. Weltkrieg: Helena lebt mit ihrer Mutter in einem kleinem Dorf und wartet sehnsüchtig auf jede Nachricht von Casmir, der zurück nach Deutschland zu seiner Familie kehren musste. Doch gleichzeitig hütet sie gemeinsam mit ihrer Mutter ein gefährliches Geheimnis, denn unterm Dach und unten im Keller verbergen sich jüdische Familien und ein deutscher Deserteur.
Und die deutschen Panzer stehen bisweilen direkt vor der Haustür.

Beurteilungstext

J.L. Witterick nimmt sich in ihrer Erzählung einer wahren Geschichte an, der Geschichte einer Frau, die gemeinsam mit ihrer Tochter zwei jüdische Familien und schließlich auch einen deutschen Deserteur versteckte und ihnen damit das Leben rettete. So macht sie sich auch im Epilog des Buches auf die Suche nach dem Baum in Israel, der den Beiden ein Denkmal setzt und setzt ein solches gleichermaßen mit ihrem Buch. Das Besondere an ihrer Erzählung ist dabei die Erzähltechnik, in der die Autorin nicht nur Helena zu Wort kommen lässt, sondern auch die Versteckten, um über diesen Perspektivwechsel auch deren Geschichte beleuchten zu können. So lernt der Lesende über die verschiedenen Erzählerstimmen die Hintergründe, die zum Verstecken der verschiedenen Charaktere geführt haben, kennen: die Geschichte des jüdischen Arztes und seiner Familie, die der jüdischen Familie, die aus dem Ghetto geflohen ist und schließlich auch die von Hans, dem jungen deutschen Deserteur, der eigentlich nur wieder nach Hause zu seiner Großmutter möchte. Gleichzeitig gelingt es der Autorin über diese unterschiedlichen Blickwinkel, den Charakter von Helenas Mutter zu zeichnen, ohne sie dabei selbst über ihre Handlungen reflektieren zu lassen.
Leider schöpft die Erzählung das Potential dieser multiplen Erzählerstimmen nicht aus. So wirken die einzelnen Schilderungen – nicht nur, aber auch aufgrund der Kürze der einzelnen Kapitel, die sich bisweilen nur über einen Absatz ziehen – emotionslos und bisweilen fast oberflächlich. Sie fungieren eher als eine unpersönliche Aufzählung der Ereignisse, als dass die unterschiedlichen Perspektiven tatsächlich einen Einblick in die Empfindungen und Ängste der Personen geben.

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Diese Rezension wurde verfasst von StJ.
Veröffentlich am 01.01.2010

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