Das Geheimnis meiner Mutter

Autor*in
Witterick, J.L.
ISBN
978-3-570-40258-0
Übersetzer*in
Braun, Anne
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
250
Verlag
cbj
Gattung
Ort
München
Jahr
2014
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
7,99 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Die Nationalsozialisten marschieren in 1939 in Polen ein und beginnen zielstrebig mit der Umsetzung ihres Planes, die Juden in Europa auszurotten.
Doch es gibt - wenn auch viel zu selten - Menschen, die ihr Leben riskieren, um anderen vor dem sicheren Tod zu bewahren.
Franciszka und Helena Halamajowa gehörten zu diesen wenigen und ihre Geschichte wird hier erzählt.

Beurteilungstext

4 Geschichten werden im Buch parallel erzählt:
Helena und ihr Bruder leben in einer ärmlichen Arbeiterfamilie. Die Nazis ergreifen allmählich die Macht, der Vater wird zum begeisterten Anhänger, die Mutter lehnt sie kategorisch ab - es kommt zur Trennung der Eltern. Die Mutter baut sich mit beiden Kindern ein neues Leben auf, findet Bekannte. Russen, Polen und Juden leben halbwegs friedlich miteinander, bis der Krieg beginnt und Terror und Angst um sich greifen.

Bronek lebt mit seiner jüdischen Familie friedlich als Handwerker, bis er die Wahl hat: Deportation oder Flucht in den Untergund.
Mikolaj ist der Sohn des jüdischen Chefarztes des örtlichen Krankenhauses, auch seine Familie rettet sich in den Untergrund.
Und Wilhelm, ein deutscher, desertierter Soldat - sie alle klopfen nachts bei Franciszka an die Tür, sie alle werden versteckt und gerettet. Keine Familie weiß jeweils von der anderen, erst nach dem Ende des Krieges erfahren sie voneinander.
Das geschichtliche Geschehen (Einmarsch in Polen, Hitler-Stalin-Pakt) wird beiläufig am Rande erwähnt, um die Auswirkungen auf das Alltagsleben der Protagonisten zu verdeutlichen.
Der Erzählton ist sehr sachlich und fast emotionslos, die Einzelheiten sind fiktiv, die Rahmenhandlung jedoch entspricht den Tatsachen. Und wenn es auch völlig unglaubwürdig anmutet - es gab diese beiden mutigen Frauen:
Franciszka und Helena Halamajowa wurden in Jad Vashem mit der Aufnahme in die Liste ""Gerechte unter den Völkern"" geehrt.

Das Buch ist sehr empfehlenswert, um die Erinnerung an das grauenhafte Geschehen während des Nationalsozialismus wachzuhalten und die Aufforderung weiterzugeben: lasst so etwas nie wieder zu!

Das Motiv auf dem Bucheinband erschließt sich nicht: die Fotografie eines Jungen, der einen Hund auf dem Schoß hält.



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Diese Rezension wurde verfasst von pli.
Veröffentlich am 01.01.2010

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