Charlie - Ein Schulbus hebt ab
- Autor*in
- Zimmermann, Irene
- ISBN
- 978-3-423-76306-6
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- Schulz, Tine
- Seitenanzahl
- 176
- Verlag
- dtv Verlag
- Gattung
- Buch (gebunden)Erzählung/Roman
- Ort
- München
- Jahr
- 2020
- Lesealter
- 8-9 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- –
- Preis
- 11,95 €
- Bewertung
Teaser
Will traut seinen Augen kaum, als der Hausmeister eines Morgens mit einem knallgelben Schulbus über das Internatsgelände rast. Kurzentschlossen steigen er und seine 3 Schulkameraden, der ruhige Luke, der arrogante Frank, die pfiffige Maisie, ein. Was dann passiert, hatte keiner erwartet.
Beurteilungstext
Will traut seinen Augen kaum, als der Hausmeister eines Morgens mit einem knallgelben Schulbus über das Internatsgelände rast. Kurzentschlossen steigen er und seine 3 Schulkamerad*innen, der ruhige Luke, der arrogante Frank, die pfiffige Maisie, ein. Was dann passiert, hatte keiner erwartet. Der Schulbus hebt ab und rast wie eine Rakete davon. Dazu fängt er auch noch an zu sprechen. Der Schulbus braucht dringend neue Sprechbohnen aus dem Dschungel, weil er diese seinem Professor weg gefuttert hat. Dieser wollte damit auf einem Wissenschaftskongress glänzen. Und schon sind die Kinder mitten in einem großen Abenteuer mit ungewissem Ausgang gelandet.
Was für eine Möglichkeit hätte in diesen Ideen gesteckt: Ein fliegender und sprechender Schulbus, vier völlig unterschiedliche Schulkamerad*innen, ein spannender Ausflug in eine grüne Hölle und dazu Sprechbohnen aus dem Dschungel. Dieses Konzept macht neugierig auf ein etwas anderes Abenteuerbuch. Leider wurde diese Chance vertan. Völlig hektisch und verwirrend wird diese Geschichte erzählt und springt rasant von Situation zu Situation, ohne dass hierbei eine logische, sinnvolle Abfolge erkennbar wird. Diese Struktur macht das Lesen mühevoll, weil der Lesefluss und das Verständnis für das Geschehen dauern gestört werden. Die Charaktere der Kinder werden detailliert gezeichnet, aber durch den äußeren Rahmen fällt die Identifikation mit den vier Freund*innen schwer, weil keine Vertrautheit wachsen kann. Sie hatten vor diesem Abenteuer kaum etwas miteinander zu tun, aber in der Gefahr sind sie zum Zusammenhalt verdammt und müssen füreinander Verantwortung übernehmen. Daraus entwickelt sich dann Verständnis für die Art des anderen und es entsteht eine Freundschaft.
Es wird flott und turbulent erzählt, aber durch die Struktur des Inhalts kommt keine Spannung auf. Dies spiegelt sich auch in einer unruhigen, hektischen Sprache wider, was dazu führt, dass die Erzählung kein Lesespaß wird.
Die in den Text eingefügten skizzenhaften, in schwarz-weiß gehaltenen Illustrationen sind teils gelb unterlegt. Auf der Umschlagseite ist der gelbe Schulbus zu sehen und in seinen Fenstern die vier Kinder mit einer Stichwortliste zu ihrer Person.
Zu Anfang befinden sich Kurzbeschreibungen zur Autorin und zur Illustratorin.
Das Buch ist auch als Hörbuch erhältlich.