Cafe Kafka im Visir

Autor*in
Vall, Emma
ISBN
978-3-423-71342-9
Übersetzer*in
Brunow, Dagmar
Ori. Sprache
Schwedisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
156
Verlag
dtv
Gattung
Krimi
Ort
München
Jahr
2009
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
5,95 €
Bewertung
empfehlenswert

Teaser

Auf einer Nerzfarm in den schwedischen Schären vor Stockholm werden Tiere befreit – die Zeitungen behaupten, dass Tierschützer dafür verantwortlich sind. Doch die 14-jährige Svala kann dies nicht glauben, denn einige ihrer Bekannten engagieren sich für den Tierschutz. Und so macht sie sich auf den Weg, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Beurteilungstext

Svala, vierzehn Jahre alt, lebt allein mit ihrem älteren Bruder in Stockholm. Die Eltern haben sich getrennt. Die Mutter ist zurück in ihr Heimatland Island, der Vater, bei dem sie eigentlich leben, hat sich entschlossen, Hilfsgüter in den Kosovo zu transportieren. Neben der Schule verbringt Svala viel Zeit im Café Kafka, wo sie ihre Freundinnen trifft. Viele ihrer Bekannten engagieren sich für den Tierschutz, und auch der Bruder verkehrt in diesen Kreisen. Auf einer Schäreninsel gibt es eine große Nerzfarm, aus der viele Tiere befreit wurden und nun die dortige Tierwelt durcheinanderbringen. Diese Befreiungsaktion wird in den Medien den Tierschützern angehängt, welche es aber nicht waren. Svala merkt, dass da etwas nicht stimmen kann und macht sich auf den Weg zur Insel, um sich selbst ein Bild von der Sache zu machen. Das Buch ist der Auftakt zu einer neuen Jugend-Krimi-Reihe und vereinigt Gedanken, welche sich Jugendliche machen mit einer spannenden Geschichte. Es ist aus der Sicht der Ich-Erzählerin Svala geschrieben. Ihre Gedanken und Handlungen sind gut nachzuvollziehen, allerdings ist ihre Lebenssituation außergewöhnlich. Die Umgebung wirkt lebensnah. Die Kombination aus Kriminalgeschichte und Umweltthema ist gelungen. Besonders die Darstellung des Tierschützer-Milieus, welches sich aus vielen verschiedenen Gruppierungen und Strömungen zusammensetzt und wo sehr viele verschiedene Meinungen vertreten sind, wird glaubhaft dargestellt. Manche Dinge, die Svala tut, sind unvernünftig und spontan (so wie Teenager eben agieren), doch durch die gelungene Darstellung ihrer Gedankenwelt sind die Handlungen durchaus schlüssig. Die Kapitel sind kurz gehalten und die Überschriften geben den Inhalt knapp wieder, allerdings wirkt diese manchmal etwas platt. Die Sprache von Svala und die Dialoge treffen den jugendlichen Sprachduktus und erleichtern die Identifikation. Das Buch ist kein dicker Wälzer, lässt sich gut lesen und bietet sich daher auch für nicht so begeisterte Leser an.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von BW-UKL.
Veröffentlich am 01.01.2010

Weitere Rezensionen zu Büchern von Vall, Emma

Vall, Emma

Vor dem großen Knall

Weiterlesen
Vall, Emma

Cafè Kafka im Visier

Weiterlesen
Vall, Emma

Vor dem großen Knall

Weiterlesen
Vall, Emma

Café Kafka im Visier

Weiterlesen
Vall, Emma

Café Kafka im Visier

Weiterlesen
Vall, Emma

Café Kafka im Visier

Weiterlesen