Bruno. Kurze Geschichten für lange Nächte

Autor*in
de Beer, HansRomanelli, Serena
ISBN
978-3-314-10576-0
Übersetzer*in
Papenberg, Daniela
Ori. Sprache
Italienisch
Illustrator*in
de Beer, HansRomanelli, Serena
Seitenanzahl
32
Verlag
Nord-Süd
Gattung
BilderbuchBuch (gebunden)Sachliteratur
Ort
Gossau
Jahr
2021
Lesealter
4-5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
15,00 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Teaser

Für den kleinen Braunbären Bruno beginnt der Winterschlaf. Zum Einschlafen liest ihm seine Mutter Geschichten über andere Tiere vor. Neun Tiergedichte folgen, in einem wird z.B. vom Elefanten Giorgio erzählt, der für seinen dicken Popo kein Badehöschen findet. Am Ende des Buches wacht Bruno aus seinem Winterschlaf auf. Nun will er all seinen Freunden Mamas Geschichten erzählen.

Beurteilungstext

Mit großen Erwartungen greift man nach diesem Buch, die Illustrationen von Hans de Beer lassen gleich an den kleinen Eisbären Lars und seine beliebten Geschichten denken. Auch hier hat er mit einer Bärenmama und einem Bärenkind sowie mit anderen Tierfiguren liebenswerte Gestalten geschaffen.

Die Rahmenhandlung ist nett erzählt, Kinder werden sich in die Situation des kleinen Braunbären hineindenken können. Ähnlich wie Bruno wird es auch für sie sein, wenn sie am Abend aufhören sollen zu spielen. Wenn sich dann die Mama neben das Bettchen setzt und beginnt vorzulesen, kann sich wohl jedes Kind zufriedener unter seine Decke kuscheln.

Bis hierhin ist die Geschichte zu empfehlen. Nun folgen die neun Tiergedichte, die unabhängig voneinander zu lesen sind, jeweils über eine Doppelseite gehen und mit kleineren Bildern illustriert wurden. Sowohl vom Inhalt als auch von der gereimten Erzählweise her machen sie nicht wirklich Freude. Da sind zum Beispiel ein kleiner Tapir, der nicht in der Nase bohren soll, und ein Panther, der sich in seinem schwarzen „Kleid“ unwohl fühlt und sich gerne mit bunten Blumen schmückt. Das Nilpferdmädchen Rosalina verzichtet aufs Tanzen, weil sie lieber Omelett und Torten isst; die Schildkröte macht sich auf den Weg ans Meer, um bei ihrer Tante das Schwimmen zu lernen.

Im Mittelpunkt der Gedichte stehen Tierkinder, die fragwürdige Entscheidungen treffen, sich mit den merkwürdigen Ratschlägen ihrer Mütter abfinden und untypische Verhaltensweisen zeigen. Und woher sollte ein kleines Bärenkind ein Nilpferd, einen Panther, ein Krokodil, ein Nashorn kennen? Warum liest die Bärenmama diese Geschichten vor, warum sollten eine Menschenmama oder ein Papa einem Menschenkind davon erzählen?

Die Reime poltern so vor sich hin, es ist weder ein Reimschema noch eine Metrik zu erkennen. So heißt es in einer Strophe: „Filo, der kleine Hase, der // hat Angst vor vielen Sachen: // Wenn irgendwo ein Steinchen rollt // oder die Krähen Krach machen.“ Das mag an der Übersetzung aus dem Italienischen liegen, verdirbt aber auf jeden Fall den Vorlesern den Spaß und geht den Kindern nicht ins Ohr.

Vielleicht kann die Rahmenhandlung zum Einsatz im Kindergarten kommen; die Kinder können dazu von ihren eigenen Einschlafgeschichten oder Abendritualen erzählen. Auch einige Illustrationen werden sich verwenden lassen. Auf dem letzten Bild zum Beispiel sieht man Bruno im Kreis seiner Freunde: Igel, Maus, Dachs, Eichhörnchen und Elster. Was könnten sie sich vom Winter erzählen, welche Unternehmungen könnten sie für den Frühling planen?

Die Italienerin Serena Romanelli und der Niederländer Hans de Beer sind ein Ehepaar und leben abwechselnd in Amsterdam und in der Nähe von Florenz. Gemeinsam haben sie bereits das Buch „Kleiner Dodo, was spielst du?“ geschrieben und gestaltet. Beide arbeiten sowohl als Illustrator/in wie auch als Autor/in. Hans de Beer ist mit seinen Büchern vom kleinen Eisbären Lars weltbekannt geworden.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von htd; Landesstelle: 18 Niedersachsen.
Veröffentlich am 03.01.2022

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