Break To You
- Autor*in
- Shustermann, NealYoung, DebraKnowlden, Michelle
- ISBN
- 978-3-7373-7379-1
- Übersetzer*in
- Lutze, KristianKurbasik , PaulineHelweg, Andreas
- Ori. Sprache
- Englisch
- Illustrator*in
- –
- Seitenanzahl
- 432
- Ort
- Frankfurt am Main
- Jahr
- 2025
- Lesealter
- 14-15 Jahre16-17 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- BüchereiFreizeitlektüre
- Preis
- 19,90 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
In vielen Ländern ist auch Jugendkriminalität ein Problem. Natürlich gibt es Unterschiede in der Verteilung der Geschlechter und im Alter. Doch was passiert, wenn man eine Haftanstalt für Jugendliche mit neuem Konzept eine gemischte Anstalt betreibt?
Beurteilungstext
In dem Werk „Break to you” von Neal Shusterman, Michelle Knowlden und Debra Young erzählt die Geschichte von Adriana und John. Adriana wird für ein Vergehen verurteilt, welches sie nicht begangen hat, und wird zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt. Diese darf sie in einer modernen Jugendstrafanstalt verbringen. Doch diese Jugendstrafanstalt besitzt ein paar Besonderheiten. Natürlich ist alles ebenso streng wie in anderen Strafanstalten auch. Nur beruht diese Strafanstalt auf dem Konzept der Solidarität. So müssen zum Beispiel alle Jugendlichen mit dem Essen warten bis alle am Tisch sind und ähnliche Regeln werden gewählt. Aber das eigentlich Besondere ist, dass in dieser Haftanstalt auch männliche Insassen vertreten sind. Und die Anzahl dieser ist sogar größer als die der jungen Frauen. Natürlich wird durch strengste Taktung und harte Regeln verhindert, dass sich die gegengeschlechtlichen Parteien auch nur zu Gesicht bekommen.
Adriana braucht nicht viel, um in diesem neuen Umfeld zu überleben. Nur eine kleine Sache, die für sie aber die Welt bedeutet. Aufgrund von psychotherapeutischer Behandlungen schreibt Adriana all ihre Gedanken in ein Tagebuch. Es gibt ihr Sicherheit und lässt sie die Welt um sie herum besser verarbeiten. Sie konnte den Institutspsychologen davon überzeugen, dass sie das Tagebuch, obwohl eigentlich gegen die Regeln, behalten darf.
So schreibt Adriana weiterhin ihre Gedanken in dieses Buch. Doch eines Tages vergisst sie es in der Bibliothek. Das Buch scheint verloren und ist erst einmal nicht auffindbar. Bis es ihr nach gut einer Woche wieder in die Hände fällt. Doch beim Durchstöbern ihres Tagebuches bekommt Adriana den Schock ihres Lebens. Jemand hat ihr Tagebuch gelesen. Und nicht nur das. Die Person hat es auch noch begründet und ihr sogar geantwortet! Völlig außer sich beginnt Adriana der Person über das Tagebuch zu antworten.
Auf diese Weise entsteht der Kontakt zwischen ihr und John. Einem Insassen aus dem Jungentrakt. Zunächst einander unsympathisch entwickelt sich doch so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden. Oder wird das doch mehr? Und schaffen sie es, das Tagebuch als Kontaktmittel geheim zu halten?
Das Autor*innen-Trio schafft es in dem Werk die Realität zweier Insassen einer Jugendstrafanstalt sehr bildhaft und nachvollziehbar darzustellen. Durch viele Gedankengänge, gute Dialoge und diverse Tagebuchausschnitte wird die Erzählung realistisch untermalt und ergibt ein großes Ganzes. Durch deb passenden Gebrauch von Jugendsprache und einer eher schnellen Erzählweise wird man sehr angenehm durch die kontroverse Geschichte geleitet. Das Charakterdesign der verschiedenen Charaktere spiegelt zudem auch die Missstände, die in solchen Anstalten herrschen, gut wider.
Alles in allem ein empfehlenswertes Buch.