Bilder einer Ausstellung. Eine Geschichte zur Musik von Modest Mussorgski

Autor*in
Simsa, Marko
ISBN
978-3-219-11298-6
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Eisenburger, Doris
Seitenanzahl
29
Verlag
Betz Annette bei Ueberreuter
Gattung
BilderbuchSachliteratur
Ort
Wien
Jahr
2007
Lesealter
8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
19,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

In einem italienischen Palazzo führt Herr Alberti die Kinder Kati und Nils durch die Ausstellung, die Bilder zeigt, wie sie Mussorgski in seiner Komposition beschreibt. Herr Albert spielt den Kindern die Musik auf dem Flügel vor und geht mit ihnen von Bild zu Bild. Albern und temperamentvoll spielen die drei alle Szenen nach.

Beurteilungstext

Das schöne große Bilderbuch ist ansprechend gestaltet. So brav, wie dieser Satz klingt, ist es auch. Dabei würden dem Museumswärter oder dem Besitzer dieses Hauses die Haare zu Berge stehen, wenn er mitbekäme, wie ausgelassen die Kinder, inclusive Herrn Alberti, herumtollen. So macht Musik Spaß. Aber die Illustrationen sind braver als selbst die Bilder dieser Ausstellung. Die immerhin brechen selbst in Eisenburgers Fassung manches Mal aus dem Rahmen, mindestens aber auf den Rahmen. Aber Doris Eisenburger hat sie immer hübsch auf der Buchseite zentriert, kaum einmal wechselt sie die Perspektive aus der Horizontalen. Dabei ist sie genial in der Zeichnung von Bewegung in Mimik und Gestik ihrer Helden. Deren gute Laune, deren Übermut und Spaß an der Musik und der Entdeckung der Bild-Musik-Zusammenhänge (auch wenn Simsa in seinem Text nicht über die Beschreibung hinaus geht) teilt sich dem Betrachter unmittelbar mit. Man möchte gleich mitmachen.
Die Pastellfarben, vorwiegend Gelb, beruhigen das aber gleich wieder. So bleibt der Eindruck des Gediegenen, der Bravheit und der Sauberkeit. Herrn Albertis weißer Anzug spricht auch dafür.
Irgendwie wirkt das unentschieden auf mich.
Giovanna Farigu spielt auf der CD angemessen dynamisch und bildnerisch, Marko Simsa spricht die Erläuterungen zwischen den einzelnen Stücken in ähnlicher, aber nicht gleicher Weise wie Herr Alberti im Bilderbuch, so dass beide nebeneinander stehen können, ohne einander Konkurrenz zu machen. Leider aber spielt Farigu offensichtlich wirklich - wie im Impresso angegeben - Klavier und nicht auf dem Flügel. Da kann sich Farigu noch so sehr in die Tasten legen, die Dynamik eines Flügels kann sie einfach nicht hinbekommen, besonders in den tieferen Klangbereichen. Mussorgski hat zwar für das Klavier geschrieben, vollkommen wird diese Musik aber erst auf dem Flügel. Eine so zu erreichende Klangfülle wird den Absichten der musikalischen Umsetzung der visuellen Eindrücke einer Programmmusik erst durch das größere Instrument erreicht. Herr Alberti zeigt das auch eindrucksvoll in Eisenburgers Illustrationen.
Aber das tut dem Grundeindruck nichts: Marko Simsa fordert von seinen kleineren Zuhörern den umgekehrten Weg: wieder zu der Musik zu malen, zu singen, zu tanzen - ganz wie es die beiden Kinder des Bilderbuches gemeinsam mit Herrn Alberti machen.
Und das kann man eigentlich nur jedem Musikstück wünschen: nachempfunden werden zu können.

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Diese Rezension wurde verfasst von cjh.
Veröffentlich am 01.01.2010

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