Artus: König auf Camelot
- Autor*in
- Sokolowski, Ilka
- ISBN
- 978-3-8369-5613-0
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- Dohle, Helmut
- Seitenanzahl
- 64
- Verlag
- Gerstenberg
- Gattung
- –
- Ort
- Hildesheim
- Jahr
- 2019
- Lesealter
- 8-9 Jahre10-11 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- Bücherei
- Preis
- 16,95 €
- Bewertung
Teaser
Ausgerechnet der 15-jährige Artus zieht das Schwert aus dem Stein - das haben zuvor die stärksten Männer des Landes nicht geschafft. Da die Inschrift besagt, dass derjenige, der das Schwert aus dem Stein befreit, der nächste König von Britannien wird, beginnt für Artus eine aufregende Zeit.
Beurteilungstext
Mit Hilfe des Magiers Merlin und des Schwertes Excalibur regiert Artus das zerstrittene Land und schlägt sich tapfer. Als er aber entgegen Merlins Rat Guinevere heiratet, wendet sich das Blatt für ihn. Erst verschwindet Merlin scheinbar spurlos, dann verliebt sich seine Frau in einen seiner Ritter und seine Halbschwester Morgan trachtet ihm nach dem Leben, um auf den Thron zu gelangen.
Über Artus und seine Tafelrunde gibt es unzählige Bücher. Die von Ilka Sokolowski vorgelegte Version scheint sich nicht recht entscheiden zu können, welche Zielgruppe und welches Genre sie bedienen will: Das Format von A4 ist eher dem Bilderbuch zuzuordnen, dafür hat es aber zu viel Text und ist zu komplex für jüngere Leser*innen. Die Saga um Artus wird fiktiv nacherzählt, allerdings gibt es zusätzlich Infokästen mit weitergehenden Informationen, die eher dem Sachbuch zuzuordnen sind. Die fiktive Nacherzählung ist einerseits recht detailliert, auf der anderen Seite gibt es viele Sprünge, Handlungsstränge werden nur bruchstückhaft erzählt und/oder sind abrupt zu Ende. Dadurch wirkt die Geschichte abgehackt und unrund, was sehr schade ist. Die Illustrationen von Helmut Dohle passen zu einem historischen Sachbilderbuch, in gedeckten Farben setzt er den Text detailliert in Szene. Auf jeder Seite findet sich mindestens eine Illustration, was das Buch lebendiger werden lässt.
Mit einer klareren Linie und einer eingegrenzten Zielgruppe hätte die Artus-Saga mit dem Illustrator zu einer gelungenen Adaption des Stoffes werden können. Leider wirkt die Version jedoch konfus, weil sie keinen Rahmen abgesteckt hat und sich entweder in Details verliert oder Handlungsstränge abbricht.