Arthur und die Minimoys

Autor*in
BESSON, Luc
ISBN
978-3-8339-3581-7
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
95
Verlag
Baumhaus
Gattung
Fantastik
Ort
Frankfurt
Jahr
2007
Lesealter
6-7 Jahre8-9 Jahre10-11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
14,90 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Fotobuch mit Szenen aus dem Film

Beurteilungstext

Nun ist also das Buch zum Film erschienen, das inhaltlich die beiden ersten Bände des Textbuches umfasst. Im Gegensatz zum Roman, der die Vorstellung zwar auch schon durch das Coverbild prägt, lässt dieses Buch keinerlei Spielraum mehr für eigene Fantasie-Ausgestaltung, den das Geschehen wird in Fotoszene n aus dem Film präsentiert.
Die Geschichte ist vom Inhalt her geprägt von den typischen Erzählelementen des Fantasy-Genres, ohne innovative Elemente. Als ein geldgieriger Grundstücksmakler sich das Haus der Großmutter unter den Nagel reißen will, wenn diese nicht binnen 48 Stunden ihre Schulden bezahlt, versucht der 12-jährige Arthur den Schatz zu finden, den sein Großvater versteckt haben soll. In der Bibliothek findet er dessen verborgenen Plan, der ihn - Arthur - in die geheime Welt der Minimoys weist, mikroskopisch kleine Wesen, die ihm als einzige helfen können, den seit 3 Jahren vermissten Großvater und somit den rettenden Schatz zu finden. Unvermittelt wird Arthur am Abend durch einen plötzlich auftauchenden afrikanischen Stammeshäuptling in diese Welt geschleudert, wo er schnell die Prinzessin Selenia rettet und sich mit ihr auf die gefahrvolle Suche nach dem Großvater begibt. Hier beginnt im Filmbuch der animierte Teil der Geschichte.
On man sich die beiden Hauptfiguren und alles Drumherum wirklich so vorgestellt hat, sei dahingestellt. Die Gestalten mit den langen spitzen Ohren und wirren Haaren und auch sonstigen detailverliebten Ausschmückungen sind sicher gewöhnungsbedürftig. Der Eindruck überbordender Fülle wird im Buch durch die Präsentation der Bilder noch verstärkt. Entweder füllen die Bilder als Hintergrund die gesamte Seiten und beinhalten in sich den Text oder sie werden wie Fotos in einem Album dargestellt, allerdings mit viel schmückender Ornamentik. Die Bildszenen laufen selbst in Schmuckverzierungen und offene Ränder aus oder sie sind gerahmt von Schmuckbändern und Einfassungen sehr unterschiedlichen, aber immer unruhigen Stils. Der so zwischen Textstücken und Fotos verbleibende Seitenhintergrund trägt zudem immer ein strukturiertes Muster, auf dem dann weitere Ausschmückungen und Dekors - abstrakt oder in Form von Personen - zu finden sind, die beziehungslos stehen oder auch den Inhalt durch Anschauung vertiefen.
Gegenüber diesen Bildern spielt der Text eine untergeordnete Rolle. Insgesamt beschränkt er sich auf zusammenfassende Inhaltsangaben des Geschehens und beschreibt die Filmszenen - von schriftstellerischem Können kann da an keiner Stelle die Rede sein. Die Sprache ist ohne Ansprüche und umgangssprachlich.
Das Lesevergnügen, das der Roman vor allem am Anfang bot, ersetzt dieses Buch keineswegs, aber mit den vielen Fotoszenen aus der Welt der Minimoys wird es sich für Anhänger dieser kleinen Wesen sicherlich bald als "Kultbuch" erweisen.

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Diese Rezension wurde verfasst von avn.
Veröffentlich am 01.01.2010

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