Aquamarin

Autor*in
Eschbach, Andreas
ISBN
978-3-401-24018-3
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
Verlag
Arena
Gattung
Ort
Würzburg
Jahr
2015
Lesealter
14-15 Jahre16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
24,99 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Die 16-jährige Saha lebt mit ihrer taubstummen Tante in Seehaven - einer Küstenstadt in Australien. Wir schreiben das Jahr 2051 und das Schicksal hat es bisher nicht gut mit Saha gemeint. Ihre Mutter ist vor langer Zeit gestorbenen und eine Verletzung aus Kindertagen zwingt sie das Wasser zu meiden. Diese Konstellation macht Saha zur Außenseiterin in der Schule. Ihr Schicksal nimmt eine Wendung, als eine Gruppe von Schülern sie in eine Meeresbecken schupst. Sie überlebt, obwohl sie 15 Minuten unter Wasser war -wie kann das sein???

Beurteilungstext

Wir schreiben das Jahr 2151. Die 16-jährige Saha lebt in Australien und gehört nicht gerade zu den betuchten Bewohnern des Distrikts Seahaven. Gerade an diesem Ort – umgeben von Wasser – ist das Schwimmen und das Meer ein wichtiger Mittelpunkt im Leben der Bewohner des Städtchens. Nur kann Saha diese Leidenschaft nicht teilen, da sie seit frühester Kindheit schwere Wunden im Bereich der Rippen hat und das Wasser für immer meiden muss. Seit dem Tode ihrer Mutter lebt Saha bei Mildred, ihrer Tante. Diese bestreitet den Lebensunterhalt nur durch Putztätigkeiten. Die Behörden haben Mildred vor langer Zeit aufgrund ihrer Gehörlosigkeit als nicht sonderlich intelligent eingestuft, daher darf sie nur niedere Tätigkeiten ausüben, also das Putzen. Saha und ihre Tante Mildred leben folglich abseits der Reichen und deren Villen. Dennoch geht Saha mit genau diesen Menschen zur Schule und das hat Konsequenzen. Sie wird gemobbt und wenig beachtet Saha hat eine Sonderstellung in der Schule, schon allein, weil sie nicht zum Schwimmunterricht geht, besonders ihre Mitschülerin Carlija hat es auf sie abgesehen und lauert ihr stets auf.. Zu Beginn der Geschichte ist daher nicht verwunderlich, dass Carilja mit der Clique auftaucht und Saha in das Hafenbecken schubst, obwohl sie weiß, dass Saha nicht am Schwimmunterricht teilnimmt, folglich nicht schwimmen kann. In dieser Situation geschieht das Verwunderliche, obwohl sie mehr als 15 Minuten unter Wasser war, stirbt sie nicht. Schon bald kommt Saha dem Geheimnis auf die Spur. Die von Geburt an als Unfallnarben verdeckten Spalten, rühren nicht von einem Unfall, sondern sind Kiemen, die ihr das Leben unter Wasser ermöglichen. Gemeinsam mit Pigrit, einem Jungen, der sie gerettet und fortan ein guter Freund für Saha ist, versucht das Mädchen ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Sie durchleuchtet die Vergangenheit ihrer Mutter und macht sich auf die Suche nach ihrem Vater. Ist sie das Ergebnis eines genetischen Versuchs? Das wäre schrecklich für sie und ihre Tante, denn dann müssten die den sehr traditionellen Distrikt verlassen. Nicht verwunderlich ist also, dass sie den Gegenangriff antritt und sich versucht in die Gesellschaft zu integrieren und nicht mehr die Außenseiterin mimen möchte, doch dann muss sie handeln und lenkt ihr Schicksal wieder in eine neue Richtung.
Eschbach hat ein mögliches Szenario unserer nahen Zukunft entworfen, das zum Nachdenken anregt. Von Energiekriegen, gentechnisch veränderten Menschen und vom tödlichen Eingriff des Menschen in die Natur ist die Rede. Leider ist die Auswahl der Sprecherin Maximiliane Häcke nicht wirklich geglückt. Mit ihrer teilweise kratzigen Stimme verhindert sie es immer wieder in die Geschichte einzutauchen. Auch das Verstellen der Stimme für die verschiedenen Charaktere klingt eher bemüht und wenig passend. Schade, denn so wird das Hörvergnügen geschmälert und es dauert, bis der Hörer in das Geschehen eintauchen kann.
Die Spieldauer beträgt 436 Minuten (6 CDs).

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Alba; Landesstelle: 19 Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlicht am 14.02.2016

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