Amulett. Die Steinhüterin

Autor*in
KIBUISHI, Kazu
ISBN
978-3-947188-82-6
Übersetzer*in
Augustin, Julia
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Kibuishi, Kazu
Seitenanzahl
188
Verlag
Adrian
Gattung
Ort
Berlin
Jahr
2020
Lesealter
8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
9,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

Ein geheimnisvolles Haus, düstere Türen, die sich öffnen, Monster, die die Mutter entführen und die zwei Kinder Emily und Navin mitten in einem Paralleluniversum. Was hat es mit der geheimnisvollen Kette auf sich, die Emily findet und welche Rolle spielt der Urgroßvater der beiden?

Beurteilungstext

Im ersten Band der Reihe Amulett von Kazu Kibuishi lernen wir die Hauptfiguren der Graphic Novel kennen. Momentan wurden acht Bände veröffentlich, sieben davon auch auf Deutsch.
Emily, Navin und ihre Mutter verlassen nach dem Tod des Vaters ihr modernes Zuhause und ziehen in das alte Familienanwesen der Familie. Bereits am ersten Tag findet Emily eine Kette mit einem geheimnisvollen Stein. Nachts schließlich wacht die Familie von eigenartigen Geräuschen aus dem Keller auf. Dort werden sie von einem seltsamen unförmigen Monster angegriffen, welches schließlich die Mutter entführt. Emily und Navin folgen auf den Rat der Steinkette hin dem Monster in eine Parallelwelt, in der ihr Urgroßvater und somit die einzige Hoffnung auf Hilfe leben soll. Dort angekommen, erklärt Urgroßvater Silas der zwölfjährigen Emily, dass sie die Steinhüterin ist und stirbt kurz darauf. Er hinterlässt den Kindern eine Reihe von selbst erfundenen, beinahe menschlichen Robotern, die ihnen helfen sollen, die Mutter zu befreien. Besonders der rosafarbene Hase Miskit steht den Kindern bei ihrem Abenteuer bei. Neben Robotern und Monstern spielen auch Elfen und wandernde Häuser eine Rolle in dieser fantastischen Graphic Novel.
Die Stimmung des Werkes ist teilweise ziemlich düster, wird jedoch beispielsweise durch die witzigen Roboter etwas aufgelockert. Die Geschichte wird linear erzählt und ist sehr spannend, etwas traurig und sehr geheimnisvoll, was definitiv Lust darauf macht, die weiteren Bände der Reihe zu lesen.
Die Leserin lernt die Hauptfiguren der Steinhüterin bereits im ersten Band ganz gut kennen. Während Emilys Charakter schon entwickelt scheint, bleibt Navin vorerst noch etwas blass – dies wird sich aber in den folgenden Bänden ändern.
Die sprachliche Gestaltung der Übersetzung ist unauffällig, kindgerecht, ohne Schimpfwörter oder komplizierte Ausdrücke und wirkt dadurch sehr natürlich und ansprechend.
Im Verhältnis von Bild und Text überwiegen eindeutig die Bilder. Dabei hat der Text oft eine die Bilder unterstützende Funktion und ergänzt die wirklich eindrucksvoll gezeichneten Bilder. Der Text ist in Sprachblasen gedruckt. Handgeletterte Soundwords spielen eine große Rolle und sind in die Bilder integriert. Die Farbgebung ist warm, wenn beispielsweise die Familie zusammen ist. In der Parallelwelt hingegen dominieren kalte Farben, was die Bilder gruselig und düster wirken lässt. Insgesamt sind die Zeichnungen sehr aussagekräftig, eindrucksvoll und ästhetisch sehr ansprechend.
Die Graphic Novel ist ein New York Times Bestseller und war für den renommierten Will-Eisner-Award nominiert.
In der Schule ist eine Einsatzmöglichkeit in der Schulbibliothek vorstellbar. Kinder, die vielleicht noch davor zurückschrecken, ganze Bücher zu lesen, können über Comics und Graphic Novels einen Zugang zum Lesen finden.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

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