50 Riesen

Autor*in
Gabathuler, Alice
ISBN
978-3-522-20049-3
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
109
Verlag
Thienemann
Gattung
Krimi
Ort
Stuttgart
Jahr
2009
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
4,95 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Mit einem besonderen Kunstwerk wollen die Graffitisprayer Skinny, Zodiac und Outlaw in der Szene bekannt werden. Als sie einen Autounfall bemerken, wollen sie verschwinden, um nicht von der Polizei erwischt zu werden. Sie finden jedoch auf der Rückbank eine Tasche mit 50 Riesen und ein klingelndes Handy. Am anderen Ende meldet sich ein Entführer, der auf das Geld wartet und mit der Ermordung eines Mädchens droht. Sie geraten in einen mysteriösen Fall, in dem nichts ist, wie es anfangs scheint.

Beurteilungstext

Die Story, die sich um die drei Graffitisprayer zusammenbraut, ist äußerst konstruiert und voraussehbar. Der schwer verletzte Autofahrer ist der Vater des entführten Mädchens, das die drei Freunde zunächst retten wollen. Schon auf dem Weg zu Villa, wird jedoch deutlich, dass 50 Riesen lächerlich gering für eine Erpressung eines so reichen Mannes erscheinen. Die Entführer machen weitere Fehler und bald wird klar, dass die drei es hier mit Amateuren zu tun haben. Als die Identität der angeblichen Gangster auffliegt, entwickelt sich noch eine weitere Geschichte, die Outlaw mit den beiden verbindet. Er kann für eine offene Rechnung Rache nehmen.

Die relativ flache Geschichte ist trotzdem spannend geschrieben, da sie dem Leser kaum Zeit zum Luftholen lässt. Die Geschehnisse entwickeln sich rasant. Das Buch ist somit auch recht schnell gelesen.
Sprachlich versucht die Autorin bisweilen gelungen den Jargon der Jugendlichen zu transferieren. Leider wirkt dies an einigen Stellen sehr aufgesetzt.

Bedenklich ist aber vor allem, dass die drei dem verletzten Autofahrer keine Hilfe leisten, aus Angst von der Polizei erwischt zu werden und dies im Verlauf der Geschichte auch keine Rolle mehr spielt.
Ebenso unlogisch erscheint auch am Schluss, dass Outlaw die Möglichkeit, auf eine bessere Schule zu gehen, die seine Talente fördern würde, ausschlägt, um die Freundschaft zu den beiden anderen nicht aufs Spiel zu setzten. Freundschaftsdefinition sollte anders aussehen.
Hinzu kommt außerdem, dass die drei im Anschluss eine weitere Graffitiaktion planen und damit erneut den Konflikt mit dem Gesetz suchen.
Gleiches gilt auch für die Darstellung der Gewaltszenen, die völlig inkonsequent bleibt.
Dies macht die Lektüre für Jugendliche wenig empfehlenswert.

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Diese Rezension wurde verfasst von SZ.
Veröffentlicht am 01.01.2010

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