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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Petz, Moritz,     
Titel:
Der Dachs hat heute schlechte Laune!
ISBN:
978-3-314-10566-1  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Jackowski, Amélie
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Nord-Süd, Gossau
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Frühmorgens zeitig aufstehen, und den Tag eigentlich schrecklich finden - das hat jedes Kind schon einmal erfahren. Unser Dachs wird merken, dass solch ein Tagesbeginn nur Ärger bringt, er aber diesen doch eigentlich gar nicht wollte.
[ga 25 Thüringen]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Freundschaft / Gefühle
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Mithilfe doppelseitiger Illustrationen in Komplementärfarbigkeit, sehr kindgerecht und einfühlsam gestaltet für den „Schlechte – Laune – Inhaber“, tritt dieses Buch den Versuch an, dem kleinen „Leser“ nachvollziehbar zu machen, dass auch schlechte Laune anstecken kann. Durch die einfühlsame Bildsprache der Illustrationen wird die Physiognomie der einzelnen personifiziert dargestellten Tiere besonders deutlich. Die Kinder erleben, wie sie selbst aussehen könnten, wenn bei ihnen ein Tag mal griesgrämig beginnt und sie „beschließen, auch schlechte Laune haben zu müssen“. Die Verbindung von Text und Illustration hat hier eine eigene Erzähldimension. Die Kinder können sich in den Tierfiguren wiederfinden, besonders in der Figur unseres Dachses, der sich wundert, dass alle anderen Tiere durch sein grimmiges Auftreten auch schlechte Laune bekommen. Durch die Darstellung des spezifischen Ausdrucks des Mimischen und Gestischen werden in den Zeichnungen speziell körpersprachliche Charakterisierungen der Tiere deutlich, die unseren kleinen „Lesern“ durchaus vertraut erscheinen könnten. Sehr tiefgründig und für die Kinder besonders nacherlebbar gestaltet, zeigt das Buch Verhaltensäußerungen, die jedes Kind im Umgang mit anderen Kindern bereits erlebt haben dürfte. Dass dieses Verhalten dem Verursacher, der seinen Mitmenschen zeigen will, dass er stets im Mittelpunkt des Geschehens stehen muss, durchaus auf die Füße fallen kann, erklärt die Handlung - die anderen Tiere wundern sich über so viel Unfreundlichkeit im Umgang miteinander und werden auch schlecht gelaunt. Beinahe kein Tier im Wald blieb von der schlechten Laune des Dachses verschont. Nach der Arbeit in seinem Garten machte der Dachs Feierabend, aber kein Tier war anzutreffen. Er wunderte sich sehr. Alle Tiere, die er auf seinem Morgenspaziergang getroffen hatte, raunzten, „knurrten, brummten, fauchten und pfiffen […], dass [dem Dachs] ganz schwindlig wurde“.
Nun dachte der Dachs über sein Verhalten nach. Auf dem großen Dachsfest vorm Dachsbau entschuldigte sich unser Held bei allen anderen Tieren. Es sollte das schlecht gelaunteste Tier ermittelt werden und jedes Tier stellte seine beste „schlechte Laune“ zur Schau.
„Nur- seltsam war, wie gut gelaunt bald alle Tiere wieder waren. Die beste Laune hatte: der Dachs.“
[ga 25 Thüringen]
  
       

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