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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Morosinotto, Davide,     
Titel:
Der Ruf des Schamanen
ISBN:
978-3-522-20274-9  
Übersetzer:
Panzacchi, Cornelia
Originalsprache:
Italienisch
Illustrator:
Domeniconi, Paolo
Seitenanzahl:
432
Verlag:
Thienemann, Stuttgart
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
18,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Nach einem Skateboard-Unfall wird bei Leila eine unheilbare Krankheit festgestellt. Mit dieser hoffnungslosen Diagnose möchte sie sich aber nicht zufrieden geben und begibt sich mit El Rato auf die gefährliche Suche nach einer Heilpflanze.
[RS 25 Thüringen]
       
Lesealter:
12 - 17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Freundschaft / Krankheit / Spannung
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Leila lebt sehr privilegiert mit ihren Eltern in der schwedischen Botschaft in Lima. Nach einem Unfall wird sie in eine Kinderklinik der Stadt gebracht. Dort erfährt sie durch Zufall von ihrer hoffnungslosen Diagnose. Nach vielen intensiven Untersuchungen wurde bei ihr Ceroid-Lipofuszinose festgestellt. Das bedeutet, ihr Hirn wird nach und nach seine Tätigkeit einstellen – Erblinden, Epilepsie, Demenz, vorzeitiger Tod sind die Folgen. Im Krankenhaus freundet sie sich mit El Rato an. Einem gleichaltrigen Jungen, der auf der Kinderstation lebt. Bei einer Entdeckungstour auf dem Krankenhausgelände entdecken die beiden Kinder in der Bibliothek ein geheimnisvolles Tagebuch. Dort berichtet ein Arzt von einer Heilpflanze, die Möglicherweise Leilas Krankheit heilen kann. Gemeinsam begeben sich die Kinder auf die Spur des Arztes, um die geheimnisvolle Pflanze zu finden. Ihre Abenteuerliche Reise geht Quer durch Peru bis tief in den Amazonasdschungel.
Der Roman wird von verschiedenen Personen abwechseln in der Ich-Form im Präteritum erzählt. Im Zentrum der Handlung stehen Laila und El Rato. Es kommen aber auch weitere Personen zu Wort, die ihnen auf ihrem Weg begegnen und für den Fortgang der Geschichte eine tragende Rolle spielen. Wer gerade erzählt wird nicht explizit benannt, sondern geht aus dem Text hervor. Allerdings beginnt mit jedem Erzählerwechsel ein neues Kapitel und ein schön gezeichnetes Tier zeigt an, wer spricht. Die Tiere stellen den Tiergeist des jeweiligen Erzählers dar. Laila hat eine Fledermaus und El Rato eine Libelle.
Der Text wird durch Zeichnungen wie Landkarten, Lagepläne oder Notitzbucheinträge unterbrochen. Was für mich dieses Buch zu einem absoluten visuellen Genuss gemacht hat, ist die Verwendung von Text und Buchstaben zur graphischen Gestaltung. So fließen die Worte auch visuell wie ein Fluss oder, als in der Bibliothek die Regale umfallen, bildet das Wort Buch tatsächlich einen großen wirren Buchhaufen.
Das Buch ist nicht nur inhaltlich, sondern auch in seiner graphischen Gestaltung ein absolut großartiges, spannendes und inspirierendes Abenteuer.
Es ist für Leser*innen ab 12 Jahren und für alle die ein gutes Abenteuer lieben sehr zu empfehlen.
[RS 25 Thüringen]
  
       

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