AJUM Logo
Datenbank
Besprechungen von Kinder-,
Jugendliteratur & Medien




Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
Datenbank

AJuM Datenbank
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

9732 aktuelle Rezensionen, weitere 74095 Rezensionen im Archiv
Suchtext:
Schlagwörter:
Titel:
Autor
Vorname:
Autor
Nachname:
Illustrator:
Bewertung:
 Einsatzmögl.:
Medienart:
Alter:
Gattung:
 Archiv anzeigen:
Wolgastpreis:
 
Wie suche ich richtig? Wie darf ich die Rezension verwenden? DRUCKANSICHT



Autor:
Lobel, Gilliam,     
Titel:
Der kleine Bär und das Mondscheinwunder
ISBN:
978-3-7432-0883-4  
Übersetzer:
Schatz, Annette
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Warnes, Tim
Seitenanzahl:
30
Verlag:
Loewe, Bindlach
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
6,95 €   Buch: Hardcover
       
Inhalt:
Weil der Mond so hell scheint, können der kleine Bär und seine Freunde einfach nicht einschlafen. So machen sie sich auf den Weg, um den Mond zu besuchen. Doch plötzlich wird es stürmisch und dunkel und der Mond ist auch vom Himmel verschwunden. Da taucht zum Glück Mama Bär auf und alle dürfen sich wieder geborgen fühlen.
[WS 25 Thüringen]
       
Lesealter:
0 - 5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tiere / Freundschaft / Winter / Einschlafen / Mut
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Das wunderbare Bilderbuch greift ein aktuelles Thema auf: Nicht schlafen können. In der beschriebenen Geschichte scheint der Mond so taghell und der Schnee glitzert dazu so strahlend, dass der kleine Bär einfach nicht schlafen kann. So begibt er sich in den Wald. Dort entdeckt er Lilli Langohr und später auch noch Mäuslein Winzigklein. Nun sind sie schon zu dritt und alle drei können nicht schlafen. Sie beschließen, den Mondweg entlang zu gehen, um den Mond zu besuchen. Auf dem Weg sind sie mutig und guter Dinge. Selbst als der Schnee dichter und es dem Mäuslein auch immer kälter wird, lassen sie sich nicht beirren. Der kleine Bär ist fürsorglich und wärmt das Mäuslein…, so schnell geben die drei Freunde nicht auf. Doch dann wird es immer dunkler und der Mondweg verschwindet. Nun wird es den Dreien doch mulmig zumute. Als sie sich verirrt glauben, und die Angst sehr groß ist, da durchflutet ein silbriges Licht den Wald und der Mond erscheint wieder. Und zum allergrößten Glück taucht auch die Mutter Bär auf. Da ist die Wiedersehensfreude sehr groß. Zu Hause gibt es dann ein besonderes Mondabendessen, bevor sich alle zum Schlafen legen. Die kleinen Leser hören in der abenteuerlichen Tiergeschichte, wie die drei Freunde zusammenhalten und mutig ein Wagnis eingehen. Völlig unbefangen begeben sie sich auf den Weg zum Mondbesuch. Sie führen nichts Böses im Sinn und haben genug Angst ausgestanden und wahrscheinlich auch ihr Vorgehen schon bereut, als sie dann verirrt im dunklen Wald standen. Daher finde ich es schön, dass Mama Bär nicht noch Vorhaltungen macht, sondern alle drei mit dicken Umarmungen wärmt und ihnen wieder Schutz und Fürsorge zukommen lässt. Das besondere Mondessen werden wohl alle vier noch lange in Erinnerung behalten. Liebevoll klärt die Mutter den kleinen Bären darüber auf, dass der Mond doch überall um uns herum ist. Die Geschichte ist rührend und auch die Illustrationen unterstreichen das zusätzlich. Die Neugier, den Wagemut, die Angst, die Freude, das Wohlbefinden u.a. sind sehr gut in Mimik und Gestik erkennbar. Man begibt sich gerne mit auf die nächtliche Wanderung durch den verschneiten Wald. Licht und Schatten sind gut in Szene gesetzt und die anfängliche Leichtigkeit des Unternehmens sehr nachvollziehbar. Doch dann verdunkelt sich der Nachthimmel und das Schneetreiben wird dichter; wir Zuschauer fürchten uns mit und bibbern mit, so authentisch sind die Illustrationen. So viel Empathie und Geborgenheit kommt zum Ausdruck. Sehr schön. Die Symbiose zwischen Text und Bild ist vortrefflich. Man lässt sich wiederholt gerne auf das herzige Leseabenteuer ein und könnte dann beruhigt einschlafen. Ende gut – alles gut.
[WS 25 Thüringen]
  
       

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.