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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Steinleitner, Jörg,     
Titel:
Die Barfußbande und die geklaute Oma
ISBN:
978-3-401-60475-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Kohl, Daniela
Seitenanzahl:
160
Verlag:
Arena, Würzburg
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
13,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Corvin gründet in den Sommerferien eine Bande, mit der er Kriminalfälle lösen will. Tanjas Oma ist verschwunden, das wird der erste Fall der Barfußbande, den sie löst und dabei auch einen Schatz in einem alten Haus entdeckt.
[IBR 25 Thüringen]
       
Lesealter:
8 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Detektiv / Freundschaft / Komik / Humor
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Corvin überlegt, eine Bande zu gründen, und nutzt gleich den ersten Ferientag, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Viele Kinder wohnen nicht in dem kleinen Dorf am See. Genau genommen nur Kiki, Ben und Tanne. Später kommt noch Quentin, ein Junge aus der Stadt, dazu. Dank Tanja haben sie auch gleich ihren ersten Fall. Sie sitzt total verzweifelt in ihrem Baumhaus. Ihre Oma ist verschwunden und keiner weiß, wo sie ist. Zudem weicht Opa sämtlichen Fragen aus. Für die Barfußbande ist der Fall klar: Jemand hat Oma geklaut! Und sie - die Barfußbande - werden Oma finden und zurückbringen. Dafür wird jeder im Dorf ganz genau unter die Lupe genommen. Doch so richtig kommt die Barfußbande nicht weiter. Da führt sie eine Spur in den Wald und zu einem unheimlichen Geisterhaus, in dem sogar ein richtiger Schatz versteckt ist.

Sommerferien bedeuten Spaß und Abenteuer. Beides wird Kindern ab acht Jahren in diesem Sommerabenteuer geboten. Die Geschichte wird für sie ein Lesevergnügen werden. Der Autor hat für sie eine Mischung aus witziger Freundschaftsgeschichte und spannendem Kriminalfall geschrieben. Die Geschichte handelt in der Erlebniswelt der Kinder und auch auf Augenhöhe der Zielgruppe. In kindlich-unbefangenem Sprachstil ist die Geschichte geschrieben und lässt hier und da immer wieder diese unbeschwerte Naivität durchklingen, die Kindern in diesem Alter innewohnt. Auch gelingt es, das Dorf und den anliegenden Wald so zu beschreiben, dass man es vor seinem Auge regelrecht sehen kann. Beim Lesen meint man den Duft von Sommer in der Nase zu spüren. Man glaubt das Gras zwischen den Zehen zu spüren, die piksenden Steinchen und Tannennadeln, über die unsere Barfußbande läuft. Denn der Name ist hier Programm: Die Kinder laufen Barfuß herum, frei und ungestört. Ein Gefühl, wie es Kinder heute kaum noch kennen. Kein Handy, keine Verpflichtungen durch Hobbys fesseln sie. Sie können ganz Kind sein und die Ferien genießen. Und was für Ferien das sind. Ferien, in denen eine Bande gegründet wird, die auch gleich ihren ersten Fall hat.

Ländliche Strukturen, Freiheit und liebevolle Hauptdarsteller vermitteln das Gefühl einer unbeschwerten Kindheit, in der alles möglich ist. Spannung und Humor führen Seite für Seite durch ein gelungenes Kinderbuch, das sowohl zum Selbstlesen als auch zum Vorlesen bestens geeignet ist. Gekrönt wird die witzige Geschichte rund um die Bande, durch die genialen Illustrationen von Daniela Kohl. Sie zeigen Merkzettel, Listen und überall begleiten die Fußabdrücke den Leser.
[IBR 25 Thüringen]
  
       

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