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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Campbell, Marcy,     
Titel:
Adrian hat gar kein Pferd
ISBN:
978-3-570-17647-4  
Übersetzer:
Gutzschhahn, Uwe-Michael
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Luyken, Corinna
Seitenanzahl:
40
Verlag:
cbj, München
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Das aus der erzählenden Literaturgattung entsprungene Bilderbuch fördert ein verständnisvolles Miteinander unterschiedlicher Lebenswelten, in denen sich die Kinder befinden. Hierbei steht im Zentrum der Geschichte ein moralischer Konflikt zwischen Zoe und Adrian. Zoe versteht nicht, warum Adrian in der Schule lügt. Erst durch das nähere Kennenlernen ist es Zoe möglich, sich in Adrian und in seine Traumwelt hineinzuversetzen und sein Verhalten nachzuvollziehen.
[Ki 25 Thüringen]
       
Lesealter:
6 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Farben / Außenseiter / Ethik / Philosophie / Streit / Konflikt / Ungleichheit
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Der Außenseiter Adrian Simmer hat es nicht leicht in der Schule. Er kann schwer Ordnung halten, kommt aus einem ärmeren Umfeld und lebt bei seinem Großvater. Dies erfährt der/die Leser*in schrittweise aus der Sicht von Adrians Klassenkameradin Zoe. Sie wohnt in einer guten Wohngegend, ihre Mutter kümmert sich um sie. Zoe ist in der Klasse gut integriert. Wenn Adrian über sein Pferd erzählt, wird Zoe zornig. Zoe durchschaut seine Lügen und weiß, dass sich Adrian finanziell kein Pferd leisten kann. Sie versteht nicht, warum er lügt und stellt ihn öffentlich auf dem Pausenhof zur Rede. Durch einen Besuch bei Adrian bekommt sie Mitleid für seine Situation und fängt an zu verstehen, warum Adrian seine Fantasie nutzt, um Geschichten zu erzählen, die nicht der Wahrheit entsprechen.

Die Illustrationen von Luyken sind leuchtend und anregend. In den Bildern mit Strichführung wird häufig die Natur eingebunden. Die Illustrationen sind lebhaft und erzählen über die geschriebene Geschichte hinaus. Bei der Betrachtung gibt es immer wieder etwas zu entdecken, da einige versteckte Details miteingebunden wurden. Die fantasievollen, farbintensiven Bildgestaltungen und der nahe Alltagsbezug momentaner Lebensweisen hilft dem jungen Publikum zu einem Zugang in die Geschichte.

Der Erzählstil ist auf einem leichten Niveau gehalten und dem sprachlichen Stil eines Kindes angepasst, da es aus der Sicht von Zoe erzählt wird. Das Text- Bild- Verhältnis ist ausgewogen, die Geschichte kommt mit wenigen Sätzen pro Seite aus.

Die Geschichte ist für Kinder geeignet, die bereits in die Schule gehen. Es kann gut eingesetzt werden für einen Erzählanlass über unterschiedliche Verhaltensformen und deren Hintergründe.
[Ki 25 Thüringen]
  
       

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