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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Jenkins, Emily,     
Titel:
Ein Windhund und ein Murmeltier
ISBN:
978-3-8489-0135-7  
Übersetzer:
Naumann, Ebi
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Appelhans, Chris
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Aladin, Stuttgart
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein wunderbares Sprachspiel macht nicht nur Lust am Reim, sondern führt auch zu einer ausgelassenen Szene.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Freundschaft / Tiere / Spiel
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Am Anfang ist nur ein grauer Kreis erkennbar, aus dem sich aber im nächsten Schritt ein grauer Windhund entrollt. Auf der nächsten Seite kommt ein Murmeltier dazu und nun entspinnt sich ein herrliches Spiel zwischen den beiden. Das ist aber weniger sachlich motiviert als sprachlich und entfaltet sich entlang der immer wieder verschiedenartigen Kombination einiger weniger Leitvokabeln wie Murmeltier, grauer Wundhund, rund und vier. Ihre Kombination und Variation führt zu einem bunten Treiben der beiden Protagonist*innen, die miteinander spielen und dies und das entdecken, kampeln, springen und tollen bis sie schließlich mit einem Plumps im Gras landen.
Die sprachlich unspezifische Entwicklung wird in den Bildern von Chris Applehans ausgedeutet. Die malerischen Aquarelle verzichten auf Hintergrund und zeigen je nur die beiden Tiere in ihrer unmittelbaren Umgebung. Dabei nehmen sie das zunehmend dynamische Spiel durch verschiedene Perspektiven, ein Spiel mit Nähe und Distanz und auch polyszenische Bilder auf, die die Wildheit und Verspieltheit der Situation in Szene setzen. Damit wird auch in die Bilder übersetzt, was der Text anstößt und ermöglicht. Das Bilderbuch macht damit eine Spielszene sichtbar, die sich hier zwar zwischen Tieren abspielt, die aber in ihrer Ungerichtetheit und Spontaneität durchaus dem Kinderspiel entspricht und damit viel Raum für Identifikation schafft. Und das kommt noch dazu ganz beiläufig und unbemüht daher. Ein rundherum gelungenes und heiteres, dazu noch sehr anregendes Bilderbuch. Sehr zu empfehlen!

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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