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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Van Leeuwen, Joke,     
Titel:
Als ich mal
ISBN:
978-3-8369-6060-1  
Übersetzer:
Ehlers, Hanni
Originalsprache:
Holländisch/Niederländisch
Illustrator:
Van Leeuwen, Joke
Seitenanzahl:
96
Verlag:
Gerstenberg, Hildesheim
Gattung:
Erstlesebuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
13,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Deef erzählt in kurzen Episoden aus seinem Leben, von der Schule, von seiner Mutter und von den fantastisch-skurrilen Begebenheiten, die ihm immer wieder passieren. Ein kurzweiliges Buch zum Schmunzeln und Lachen.
[Alexandra Ritter 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
6 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / fantastisch / märchenhaft / Schule / Schüler / Alltag
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
„Als ich mal was malte“, „Als ich mal vom Dreier sprang“, „Als ich mal ein Referat halten musste“, so fangen die kurzen Episoden über Deef und sein Leben an, die er selbst mit viel Humor und überraschenden fantastischen Wendungen erzählt. So passiert es zum Beispiel als Deef ein Referat über den Java-Tiger halten musste, dass der Tiger selbst zur Tür hereinschaut und sich bei Deef bedankt, denn so würde er ja in den Gedanken der Menschen weiterleben können.
Joke van Leeuwen gelingt es in diesem Buch eine authentische kindliche Figur zu schaffen, die mit den kleinen und großen Erfolgen und Misserfolgen, aber auch anderen Herausforderungen des Alltags zurechtkommen muss. Die Begebenheiten sind ganz nah an der Lebenswelt der Kinder und spiegeln zentrale Situationen wider, wie z.B. als Deef einmal langweilig war.
Van Leeuwen bindet dabei auch die Fantasien des Jungen mit ein und sorgt wie bereits erwähnt für skurrile Wendungen in den alltäglichen Situationen.
Sehr eng sind die zahlreichen Zeichnungen der Autorin mit dem Text verwoben, auch die Typografie wird in die Geschichte eingebunden und so z.B. die unterschiedliche Figurenrede deutlich gemacht. So lesen sich die Geschichten auch wie ein Comicroman, der z.T. auch an „Gregs Tagebuch“ erinnert. Spannend ist zum Beispiel, wie er sich selbst vorstellt: Mit einem Bild seiner Vorder- und Hinterseite, die er für die Leser*innen kommentiert.
Auch durch die einfache Sprache, die sich mitunter durch Verkürzungen auch am mündlichen Sprachgebrauch orientiert („Als ich mal“), sind die Geschichten gerade für Leseanfänger*innen sehr gut geeignet. Die verwendeten Sprachbilder und Denkkonstrukte sind so, dass man gut eigene Vorstellungen dazu bilden kann (z.B. wenn Deef überlegt, warum Menschen keine gemusterte Haut haben wie Tiger).
Das Buch ist vielschichtig, alltagsnah und gleichzeitig fantastisch überformt, witzig und verspielt. Man taucht als Leser*in ein Stück in Deefs Gedankenwelt ein und dabei gibt es einiges zum Nachdenken und Entdecken, nicht nur für Erstleser*innen. Von daher ist das Buch sehr zu empfehlen.
[Alexandra Ritter 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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