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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Baron, Adam,     
Titel:
Auftauchen - Für Rettung ist es nie zu spät
ISBN:
978-3-446-26948-4  
Übersetzer:
Mihr, Ute
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Davies, Benji
Seitenanzahl:
352
Verlag:
Hanser, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Veronique und Cym sind beste Freunde, allen Widrigkeiten zum Trotz. Als Veroniques Großmutter aufhört zu essen, begeben sich die beiden auf Spurensuche und finden eine Wahrheit heraus, die den Rest von Veroniques und Cymbelines Leben komplett auf den Kopf stellen wird.
[am 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
10 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Angst / Flucht / Fremde Kulturen / Familie / Freundschaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Ein Roman zum Lachen, Weinen und Dankbar sein für Menschen jeden Alters.
Der quirlige, aber auch unsichere Grundschüler Cymbeline nimmt uns mit in seine kleine Welt und berichtet uns zu Beginn von seiner sehr ehrgeizigen und schlauen besten Freundin und Klassenkameradin Veronique. Wir bekommen einen tieferen Einblick in Cyms und Veroniques Leben innerhalb und außerhalb des Schulalltages.
Eines Tages hört Veroniques Großmutter Nanai auf zu essen und schweigt hartnäckig über ihren Entschluss. Cymbeline begibt sich sofort auf Spurensuche, um das Rätsel rund um Nanais Handeln zu entschlüsseln.
Beinahe parallel stürzen sich beide Freunde in einen weiteren Fall, diesmal an deren Schule. Auch hier stehen beide füreinander ein und versuchen gemeinsam das Geschehene aufzuklären. Schaffen es die beiden, alle Wahrheiten ans Licht zu bringen? Eines steht bereits zu Beginn fest: Für beide wird sich ihr Leben von Grund auf ändern.
In diesem realistisch wirkenden Buch, mit kleinen Sprenkeln des Fantastischen, erleben wir einen Wechsel von Cyms inneren Monologen und Dialogen mit seiner Familie und Freunden. Adam Baron schafft es durchweg den Spannungsbogen beizubehalten. Die Neugierde auf die Hintergründe der von den Kindern selbst ausgewählten Detektivgeschichten lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen. Der Wechsel zwischen dem Alltag der Kinder und deren Ermittlungen im Fall Nanai und der Schule, sorgen für einen stetigen Flow-Effekt. Beide Geschichten gehen beinahe fließend ineinander über und machen die Verfolgung der Geschehnisse leicht nachvollziehbar. Witzige und malerische Schriftarten bringen die Gefühle Cymbelines exakt auf das Papier und passen sich seiner und Veroniques Gefühlswelt an. Die Leser*innen können nicht anders, als sich genau so zu fühlen, wie die Protagonist*innen.
Neben der wunderbar fesselnden Geschichte lockt der Jugendroman auch mit Illustrationen. Alle Bilder sind in einem wunderbar weichen schwarz-weiß-grauen Stil gehalten. Trotz Tiefen und beeindruckenden Details sind sie simpel und einfach. Jedes Bild passt haargenau zum jeweiligen Inhalt der dazu ausgewählten Buchseite und rundet die Geschichte zusätzlich ab. Die Illustrationen und malerischen Schriftarten nehmen an einigen Stellen sogar mehr als eine Seite ein.
Auch das Layout ist passend zur Handlung gestaltet und schmückt das Buch mit kleinen Auszügen aus der Geschichte, welche gemeinsam großartig als ein Cover harmonieren.
Der Spannungsbogen wird während des gesamten Buches aufrechterhalten, durch einen weiten Zeitsprung am Ende erneut gesteigert und lediglich durch kurze Auszüge aus dem Alltag der Grundschüler*innen aufgelockert.
Cym spricht die Leser*innen mit „Ihr“ und „Du“ direkt an und sorgt damit für sofortige Verbundenheit sowohl zur Geschichte als auch zu den Charakteren.
Adam Baron schafft es wie kein anderer Humor und Traurigkeit zu verbinden und die Sorgen und Wünsche von Schüler*innen der Grundschule genau zu beschreiben. Darüber hinaus erhalten wir als Leser*innen neue Einblicke in unbekannte Kulturen und geschichtliche Hintergründe anderer Länder. All dies wird durch die Augen Cymbelines betrachtet, welcher uns beinahe mit erwachsener Weitsicht begegnet.
Monia Amin
[am 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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